Fantasy Filmfest 2026: Unsere Kritiken zu den Festivalfilmen

Alle Kritiken der Fantasy Filmfest 2026

Die Filme des Fantasy Filmfest 2026 im Check

Das Fantasy Filmfest 2026 ist vorbei und hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig das internationale Genrekino sein kann. Zwischen Horror, Thriller, Science-Fiction, Mystery und fantastischen Stoffen versammelte das Festival auch in diesem Jahr zahlreiche Filme, die sich abseits des klassischen Mainstreamkinos bewegen. Einige davon haben wir uns genauer angesehen und unsere Eindrücke in ausführlichen Kritiken festgehalten. Nach dem Festival werfen wir noch einmal einen Blick auf die Filme, die bei uns besonders hängen geblieben sind. Dabei reicht das Spektrum von düsteren Horrorfilmen und blutigen Genrebeiträgen über ungewöhnliche Thriller bis hin zu Science-Fiction und fantastischen Geschichten, die mit bekannten Erwartungen spielen. Gerade die Mischung aus etablierten Namen, internationalen Produktionen und kleineren Entdeckungen gehört schließlich zu dem, was das Fantasy Filmfest seit Jahren auszeichnet.

Filmpodcast

Alle Festival-Reviews im Überblick

Um euch die Orientierung im Festival-Dschungel zu erleichtern, haben wir das Programm redaktionell gefiltert: Im Folgenden präsentieren wir euch eine exklusive Auswahl der am heißesten diskutierten Filme des Fantasy Filmfest 2026. Welche Highlights ihr keinesfalls verpassen solltet, wo die Erwartungen übertroffen wurden und welche Geheimtipps einen tieferen Blick wert sind, erfahrt ihr in den jeweiligen Einzelbesprechungen.

Leviticus

Leviticus Film 2026
Leviticus ©Neon

In „Leviticus“ verbindet Regisseur Adrian Chiarella queere Liebesgeschichte mit religiösem Horror. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Männer, deren Beziehung in einem von Glauben und gesellschaftlichen Erwartungen geprägten Umfeld zunehmend unter Druck gerät. Eine dämonische Präsenz macht die inneren und äußeren Konflikte schließlich auch körperlich spürbar. Zwischen Scham, Unterdrückung und der Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben erzählt der Film von einer Liebe, die sich gegen religiöse Dogmen behaupten muss.

Zur Kritik von „Leviticus“

Buddy

Buddy Film 2026
Buddy ©Worry Well Productions

Ein knallbuntes Einhorn, eine fröhliche Kindersendung und verschwundene Kinder – „Buddy“ klingt zunächst nach harmloser Unterhaltung, entwickelt sich jedoch schnell zu einem blutigen Horrortrip. Casper Kelly spielt mit der vertrauten Ästhetik klassischer Kindersendungen und stellt ihr eine zunehmend groteske Realität gegenüber. Zwischen schwarzem Humor, Splatter und einer gehörigen Portion Absurdität entsteht ein Film über kindliche Unschuld, Erwachsenwerden und die dunklen Seiten einer vermeintlich heilen Unterhaltungswelt.

Zur Kritik von „Buddy“

Hokum

Hokum Film 2026
Hokum ©DCM

Mit „Hokum“ schickt Damian McCarthy einen Schriftsteller in ein abgelegenes irisches Hotel, das alles andere als der erhoffte Rückzugsort ist. Ohm Bauman möchte dort seine Schreibblockade überwinden, doch als eine Hotelangestellte verschwindet, beginnt er, den unheimlichen Geheimnissen des Hauses nachzugehen. Irische Folklore, bizarre Figuren und eine zunehmend bedrohliche Atmosphäre verbinden sich zu einem klassischen Gothic-Horrorfilm, der vor allem mit seinen düsteren Schauplätzen und handgemachten Gruseleffekten für Unbehagen sorgt.

Zur Kritik von „Hokum“

Species

Species Film 2026
Species ©Lighthouse Home Entertainment

In „Species“ wird der alltägliche Leistungsdruck buchstäblich zur körperlichen Belastung. Die junge Medizinpraktikantin Margot arbeitet in einer überfüllten Notaufnahme und versucht, den Anforderungen ihres Berufs gerecht zu werden. Als mehrere Patienten mit rätselhaften Symptomen auftauchen, beginnt auch ihr eigener Körper sich auf verstörende Weise zu verändern. Marion Le Corroller verbindet in ihrem Spielfilmdebüt Body Horror mit einer bissigen Betrachtung der modernen Arbeitswelt und erzählt vom schmalen Grat zwischen Ehrgeiz, Erschöpfung und körperlichem Verfall.

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AnyMart

AnyMart Film 2026
AnyMart ©NOTHING NEW inc.

Freundlichkeit ist in „AnyMart“ keine Frage der Höflichkeit, sondern eine Arbeitsanweisung. In einem Supermarkt müssen die Angestellten ihre Kunden jederzeit mit einem Lächeln bedienen – ganz egal, wie sie behandelt werden. Als eine neue Mitarbeiterin das streng organisierte System durcheinanderbringt, nimmt der Alltag zunehmend groteske Züge an. Yusuke Iwasaki verbindet schwarzen Humor, blutigen Horror und eine satirische Betrachtung der modernen Arbeitswelt. Dabei wird aus einem gewöhnlichen Supermarkt langsam ein ziemlich ungemütlicher Arbeitsplatz.

Zur Kritik von „AnyMart“

The Restoration of Grayson Manor

The Restoration at Grayson Manor Film 2025
The Restoration At Grayson Manor © Bankside Films

„The Restoration of Grayson Manor“ verbindet Gothic Horror mit einer queeren Geschichte und führt seine Figuren in ein altes Herrenhaus, dessen Vergangenheit noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist. Zwischen verfallenen Räumen, familiären Geheimnissen und übernatürlichen Erscheinungen entwickelt sich eine Geschichte, in der die Grenzen zwischen persönlicher Identität, Vergangenheit und Spuk zunehmend verschwimmen. Der Film nutzt dabei die klassische Atmosphäre des Gothic Horrors und verbindet sie mit queeren Figuren und modernen Themen.

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The Plague

The Plague Film 2025
The Plague ©AGC Studios

Charlie Polingers „The Plague“ erzählt vom Erwachsenwerden aus einer ausgesprochen düsteren Perspektive. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Jugendlicher, deren Alltag von Ausgrenzung, Gruppendruck und der Suche nach einem Platz innerhalb der Gemeinschaft geprägt ist. Eine mysteriöse Bedrohung verstärkt dabei die ohnehin angespannte Situation und macht aus den Konflikten der Jugendlichen etwas zunehmend Unheimliches. Der Film verbindet Coming-of-Age mit Horror und zeigt, wie grausam eine Welt sein kann, in der Anderssein schnell zum Problem erklärt wird.

Zur Kritik von „The Plague“