| Titel | I, The Executioner |
| Genre | Thriller, Action |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 16 |
| Regie | Ryoo Seung-wan |
Heimkinostart: 28.02.2025
Auf der Jagd nach dem Killer
Mit „Veteran – Above the Law” brachte Regisseur Ryoo Seung-wan 2015 einen Film auf die Leinwand, der mit seiner Mischung aus Action, Spannung und Humor durchweg positive Resonanz fand. Der südkoreanische Thriller erzählte von der erbitterten Konfrontation zwischen einem hartnäckigen Detective und einem skrupellosen Verbrecherboss und rückte den Konflikt zwischen Gesetz und Macht ins Zentrum einer spannungsgeladenen Auseinandersetzung. Ryoo Seung-wan erweiterte hierfür das klassische Thriller-Motiv um eine frische, energiegeladene Perspektive und prägte den Film mit einem markanten, dynamischen Stil. Die Fortsetzung „I, The Executioner“ führt diesen Tonalität nun nahtlos fort, ohne die erzählerischen Fäden des Vorgängerfilms weiterspinnen – wer „Veteran – Above the Law“ nicht kennt, kann also bedenkenlos einschalten!

Und darum geht es…
In Seoul gerät die Polizei unter Druck, als ein grausamer Mord erschreckende Ähnlichkeiten zu einer früheren Verbrechensserie aufweist. Die Bevölkerung ist alarmiert – könnte der berüchtigte Serienmörder von damals zurück sein? Noch beunruhigender: Der Täter scheint seine Spur bewusst zu legen und wird dabei noch von einer Welle an Fake News in den sozialen Medien bekräftigt. Während die Angst in der Stadt wächst, übernimmt Detective Seo Do-cheol (Hwang Jung-min) mit seinem Team die Ermittlungen. Doch die Jagd nach dem Mörder erweist sich als komplexer als erwartet. Um frische Perspektiven in den Fall zu bringen, wird Park Sun-woo (Jung Hae-in), ein ehrgeiziger und talentierter Nachwuchsermittler, hinzugezogen – ein riskanter Schachzug, der über Erfolg oder Katastrophe entscheiden könnte.

Unterhaltsam, düster, hart!
Mit einer brandaktuellen Thematik im Gepäck, der Verbreitung von Falschinformationen in sozialen Medien und der daraus resultierenden Mobbildung und Massenhysterie, entführt „I, The Executioner“ das Publikum in die regendurchströmte und in der Dunkelheit der Nacht angesiedelte Welt des Verbrechens. Während sich Fake News unkontrolliert verbreiten und die öffentliche Wahrnehmung trüben, wird die Jagd nach dem wahren Täter für Detective Seo Do-cheol zunehmend zu einem gefährlichen Spiel. Anfangs noch von der erschlagenden Flut an Informationen und Expositionen ausgebremst, entfesselt Ryoo Seung-wans Fortsetzung fortlaufend eine einnehmende Sogwirkung, die von der homogen ineinandergreifenden Wechselwirkung von Humor, Thrill und Action profitiert.

Auch wenn der Action nicht das Hauptaugenmerk gebührt, bleibt die Dramatik hinter jeder einzelnen Szene greifbar. Die Schläge sind von einer brachialen Wucht begleitet, kompromisslos, hart und schmerzhaft, während die Verfolgungsjagden eine assimilierende Wirkung erzeugen und die Zuschauerschaft förmlich hineinziehen. Unterstützt wird die ungeschönte Gangart durch eine künstlerisch stimmige Cinematografie, die in enger Zusammenarbeit mit dem Score eine zunehmend bedrückende Enge aufbaut – bis zur nächsten humoristischen Spitze, als erlösender Moment der Erleichterung. Nun ist “I, The Executioner” sicher nicht frei von Klischees, und auch das finale Setpiece wagt sich dann doch ein gutes Stück zu weit in die perfiden, etwas zu konstruiert-durchdachten Gefilde, die sonst vornehmlich Filmen der “Saw”-Reihe vorbehalten sind – und doch bleibt der südkoreanische Genrehybrid in seiner Mischung aus düsterer Härte und brachialer Action ein packendes Erlebnis.

Fazit
“I, The Executioner“ vereint Humor, packende Action und Thriller-Elemente zu einem intensiven Erlebnis, das mit seiner düsteren Atmosphäre und kompromissloser Härte fesselt.

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