| Titel | NR. 24 |
| Genre | Krieg, Drama |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 12 |
| Regie | John Andreas Andersen |
Starttermin: 01.01.2025 | Netflix
Kampf gegen die Unterdrückung
Während der deutschen Besatzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg formierte sich in Oslo eine Widerstandsgruppe, die als Oslo-Bande bekannt wurde. Diese jungen Männer und Frauen führten Sabotageakte durch, zerstörten militärische Infrastruktur und halfen Verfolgten, sich in Sicherheit zu bringen. Ihr mutiger Widerstand gegen die Nazis war ein Akt der Selbstbehauptung und ein Aufbegehren gegen die Unterdrückung. Das Netflix Original „NR. 24“ erzählt die wahre Geschichte dieser Gruppe und ihrer gefährlichen Mission, die von Verrat und brutalen Repressionen begleitet war. Trotz allem blieben die Mitglieder der Oslo-Bande unermüdlich in ihrem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Ihr Erbe als Symbol des Widerstands bleibt bis heute ein bedeutender Teil der norwegischen Geschichte und prägt das kollektive Gedächtnis der Nation.

Und darum geht es…
Es ist der 9. April 1940, als Gunnar Sønsteby (Sjur Vatne Brean) am frühen Morgen eine Entscheidung trifft, die sein Leben für immer verändern wird. Während die ersten deutschen Soldaten die norwegische Küste betreten, blickt er auf die dunklen Straßen seiner Heimatstadt und weiß, dass er nicht tatenlos zusehen kann. Was mit einer persönlichen Rebellion beginnt, wächst zu einer beispiellosen Widerstandskarriere im Untergrund. Als Kopf der „Oslo-Bande“ führt Sønsteby eine Gruppe von mutigen Kämpfer*innen an, die mit geheimen Sabotageaktionen das besetzte Norwegen erschüttern. Seine kühnsten Pläne bringen die Besatzer an den Rand der Verzweiflung und machen ihn zu einem unverwechselbaren Symbol des Widerstands – ein Held, der den Weg für andere ebnet.

Zwischen Geschichte und Reflexion
Wieso “NR. 24” die linear vorgetragene Geschichte von Norwegens bedeutendstem Widerstandskämpfer Gunnar Sønsteby, der für seine Schlüsselrolle im Kampf gegen die deutschen Besatzungsmächte während des Zweiten Weltkrieg gleich dreimal mit der höchsten militärischen Auszeichnung des Landes ausgezeichnet wurde, immer wieder zugunsten eines in den 00er Jahren angesiedelten Vortrags unterbricht, erschließt sich erst im dritten und somit letzten Akt. Dieser, bis zu diesem Zeitpunkt, aufgrund der den Erzählfluss störenden Eigenschaft eher kontraproduktive Kniff, offenbart mit dem sich dann entfaltenden Zwiegespräch des vergreisten Sønsteby mit einer jungen Zuschauerin eine ganz neue emotionale Ebene und gleichzeitig die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von Gewalt. Eingeordnet in den Kontext der geopolitischen Lage

Durch die differenzierte Darstellung des Widerstands entzieht sich „NR. 24” der simplen Heldenverehrung und entwickelt sich zu einer universellen Reflexion über die Verantwortung des Einzelnen in Zeiten der Bedrohung. Sønstebys nüchterne, fast schon ernüchternde Betrachtung des Krieges verleiht den Geschehnissen eine beklemmende Relevanz, die durch die Parallelen zur heutigen Weltlage noch verstärkt wird. Das norwegische Kriegsdrama erweist sich dabei als Plädoyer für den Erhalt von Freiheit und Demokratie und ein Mahnmal dafür, dass der Kampf gegen Unterdrückung und Tyrannei nie endet – egal, in welcher Epoche wir leben. So entwickelt sich “NR. 24” trotz des gemächlichen Starts und der, durch die Zeitsprünge etwas stakkatoartigen Erzählweise, zu einem einnehmenden zeitgenössischen Dokument von Widerstand, Mut und Unnachgiebigkeit.

Fazit
“NR. 24“ gelingt es, die Geschichte des Widerstands lebendig zu halten, indem es Vergangenheit und Gegenwart vereint und die Komplexität von Mut und moralischer Verantwortung aufzeigt!

Wie hat Dir „Nr. 24“ gefallen?

