| Titel | Red One – Alarmstufe Weihnachten |
| Genre | Fantasy, Action |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 12 |
| Regie | Jake Kasdan |
Starttermin: 12.12.2024 | Prime Video
Gerade noch im Kino, heute schon auf Prime Video
Mit einem beachtlichen Budget von 250 Millionen US-Dollar startete „Red One – Alarmstufe Weihnachten“ am 7. November 2024 in den deutschen Kinos. Doch der weltweite Umsatz von bislang rund 160 Millionen US-Dollar wirkt in Anbetracht des üppigen Budgets dann doch eher ernüchternd. Da das weihnachtliche Actionabenteuer ohnehin für Prime Video konzipiert war, wo es ab dem 12. Dezember auch verfügbar ist, könnte sich der von Kritiker*innen und Fans gleichermaßen wenig positiv aufgenommene Weihnachtsfilm doch noch als finanzieller Erfolg herauskristallisieren. Die Frage ist jetzt folgende: Was ist dran an den negativen Stimmen? Alles nur heiße Luft, oder doch die prognostizierte Vollkatastrophe?

Und darum geht es…
Am Nordpol herrscht wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit das übliche geschäftige Treiben – bis plötzlich der Weihnachtsmann (J.K. Simmons) entführt wird, um das Chaos perfekt zu machen. Seinen letzten Tag als Sicherheitschef hätte sich Callum Drift (Dwayne Johnson) sicher anders vorgestellt, der kurz vor seiner Pensionierung noch einmal seine gesamten Kräfte bündeln muss, um die Festtage zu retten. Widerwillig tut er sich mit dem weltbekannten Fährtenleser Jack O’Malley (Chris Evans) zusammen, um den Weihnachtsmann aus den Fängen skrupelloser Widersacher zu befreien. Doch Jacks unkonventioneller Stil und eine ganze Arme von magischen Geschöpfen, die sich ihnen in den Weg stellen, machen die Rettungsmission für Callum zu seiner bisher schwersten Probe.

Ein überambitioniertes Fest der Langeweile
In jüngster Vergangenheit ist in der Welt des Blockbusterkinos ein krampfhaftes Streben nach Komplexität zu erkennen, weg von der oberflächlichen “Hirn aus”–Action, hin zum unnötig aufgeblasenen und trotzdem inhaltsleeren Mainstream-Allerlei. Das Problem hinter dem im Kern noblen Vorhaben, mehr als nur Bombast abzubilden, ist, dass kaum einer dieser Filme etwas zu erzählen hat. “Red One – Alarmstufe Weihnachten” ist einer dieser überladenen, mit unzähligen uninteressanten Konflikten, klischeehaften Charakterentwicklungen und sonstigen irrelevanten Ballast überladenen Fehlschläge, der sich mit dieser Scheinkomplexität ausbremst und dadurch das Sehvergnügen auf ein Minimum reduziert. Die von den Trailern versprochene trashig-rasante Gaudi jedenfalls ist im Endprodukt nicht wahrzunehmen – stattdessen herrscht Langeweile.

Trotz der detailverliebten Gestaltung der Welt, die “Red One – Alarmstufe Weihnachten” mit allerhand fantastischen Wesen und magischen Elementen zum Leben erweckt, sieht die 250 Millionen Dollar-Produktion nüchtern betrachtet einfach nur hässlich aus. Zu viele Ideen, zu wenig Zeit und – ob man es glaubt, oder nicht – zu wenig Budget, das vermutlich größtenteils dem gelangweilt auftretenden Cast zugutekam und nicht den scheußlichen CGI-Effekten und Creature Designs. Statt auf knackige Action und spaßige Unterhaltung zu setzen, verkommt “Red One – Alarmstufe Weihnachten” schnell zu einer auf über zwei Stunden ausgedehnten Exposition, mit Dialoge, die ins Leere laufen und Pointen, die es ihnen gleich tun. So schleppt sich der ausgewogene Mix aus alberner Prämisse und düsterer Umsetzung viel zu ernst, unpassend sentimental und geradezu bedeutungsschwanger hin zum Erlösung-versprechenden Abspann, während der ständig mitschwingende Franchise-Hintergedanke Böses für die Zukunft ahnen lässt.

Fazit
„Red One – Alarmstufe Weihnachten“ scheitert an seiner überambitionierten Scheinkomplexität, die der albernen Geschichte jede Möglichkeit nimmt, Dynamik und Tempo zu generieren!

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