Das erwartet dich im Ableger der Spionage-Serie
Mit der italienischen Spin-off-Serie „Citadel: Diana“ auf Prime Video erweitert sich nun also offiziell das Universum der durch die Amazon Original Serie „Citadel“ losgetretenen Erzählung rund um die rivalisierenden Geheimorganisationen Citadel und deren Nemesis Manticore. Obwohl der erste von mehreren geplanten Serien-Ablegern als losgelöste Geschichte konzipiert ist und mit neuen Figuren in ein eigenständiges Abenteuer startet, wäre es durchaus ratsam, sich vorab mit der Hauptserie zu befassen, um auch die größeren Zusammenhänge besser nachvollziehen zu können. Wieso die Fortsetzung, rund acht Jahre nach den Ereignissen von „Citadel“, aber selbst dann noch wenig Argumente für eine Sichtung liefert? Das erfahrt Ihr in unserem Ersteindruck nach zwei Episoden!
Und darum geht es…
2030, Mailand: Acht Jahre ist es her, dass die Geheimorganisation Citadel von ihrem Widersacher Manticore dem Erdboden gleichgemacht wurde. Auch wenn der Widerstand der ehemaligen Citadel-Agent*innen Mason Kane und Nadia Sinh Früchte trug und einige brisante Geheimnisse zu Tage brachte, konnte die Vorherrschaft von Manticore noch lange nicht gebrochen werden. Seitdem Diana Cavalieri (Matilda De Angelis) als Undercover-Agentin im Verborgenen innerhalb der Reihen von Manticore agiert, hat sich an diesem Zustand wenig geändert. Als sie jedoch in den Besitz eines vertraulichen Gegenstandes gerät, wittert sie endlich ihre Chance. Doch Manticore schläft nicht und plant bereits seine nächsten Züge…

Unser Fazit nach den ersten Beiden Episoden
Wer “Citadel” nicht gesehen hat und sich infolgedessen nach wenigen Minuten die Frage stellt, ob eine Sichtung der Hauptserie dem Verständnis der konfusen Ereignisse, die sich in “Citadel: Diana” abspielen, nicht doch hätte dienlich sein können, kann beruhigt sein: Wer “Citadel” gesehen hat, bekommt zwar einen besseren Überblick über die Strukturen der Welt – die größten Fragezeichen hingegen bestehen unverändert. Dass sich die namensgebende Diana nicht greifen lässt, liegt nicht etwa daran, dass man “Citadel” nicht gesehen hat – wo sie auch gar nicht vorkommt – sondern an der oberflächlichen, gehetzten Schreibe des unübersichtlichen Skripts. Während alle Augen auf den Spionage-Plot gerichtet sind, bleiben die sich darin tümmelnden Figuren außen vor. Der Eindruck, man schaue gerade eine Fortsetzung bleibt – und das auch noch nach zwei Episoden.

Wer sich auf “Citadel: Diana” einlässt, wird schnell merken, dass Dianas dissonanter Haarschnitt nicht das einzige Element mit Balanceproblemen ist. Während sich die generische Agentengeschichte bekannter Genremotive bedient, ohne dabei auf eigene Ideen zurückzugreifen, werden die Charaktere wie identitätslose Spielfiguren über die Brettszenerie eines Gesellschaftsspiels geschoben. Die Spannung bleibt dabei vollkommen auf der Strecke, sodass sich letztlich eigentlich nur eine Frage stellt: Ist “Citadel: Diana” wirklich eine sinnvolle Ergänzung zur Welt von Citadel, die neben dem italienischen Ableger auch noch einem Spin-off aus Mexiko und Indien in der Pipeline haben soll, oder ist es einfach nur ein dreister Versuch, mit lokalen Serien, möglichst viele Märkte rund um den Globus zu erschließen? Die Antwort dürfte die Wenigsten überraschen…

„Citadel: Diana“ ab dem 10.10.2024 exklusiv auf Prime Video streamen!


