Under Your Bed

In Mari Asatos psychologischem Thriller-Drama „Under Your Bed“ taucht das Publikum in die Tiefen eines kranken Geistes ein, um wenig später schockiert festzustellen, dass es sich bei dieser Person tatsächlich um das weitaus geringere Übel im Leben einer unterdrückten Frau handelt…

Under Your Bed ©Busch Media Group

Handlung

Naoto war schon immer ein Außenseiter. Die harte Kindheit ohne Freunde und ohne die Liebe seiner eigenen Mutter ging an dem heute Erwachsenen nicht spurlos vorbei. Er lebt zurückgezogen und einsam in einer minimalistischen kleinen Wohnung und pflegt abseits weniger Kundenkontakte in seinem Aquarium-Geschäft keinerlei menschliche Beziehungen. Dabei gibt es eine bestimmte Person, die er so schmerzlich in seinem Leben vermisst. Seine Gedanken drehen sich einzig und alleine um die schöne Chihiro, eine junge Frau, die er bereits seit Jahren beobachtet und immer wieder heimlich in ihre Wohnung eindringt. So auch in dieser Nacht, in dem er unter ihrem Bett liegt und mit anhören muss, wie ihr sadistischer Ehemann sie vergewaltigt und verprügelt… .

Under Your Bed ©Busch Media Group

Kritik

„Under Your Bed“ macht es seinem Publikum von Anfang an nicht gerade leicht! Das Gefühl von Ohnmacht, selbst nicht einschreiten zu können und als stiller Beobachter mit einer ähnlich benommenen Teilnahmslosigkeit wie die Hauptfigur Naoto die gezeigten Torturen ertragen zu müssen, ist einerseits nervenaufreibenden und bedrückend, fühlt sich dabei aber oft auch einfach nur falsch an. „Unter Your Bed“ geht an die Grenzen und macht wütend – nur eben auch auf eine unangenehme Art.

Under Your Bed ©Busch Media Group

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Kei Ôishi erzählt „Under Your Bed“ eben keine klassische Geschichte von Gut und Böse, sondern ergötzt sich regelrecht an den niedersten Formen des Menschseins. Auch wenn das psychologische Drama sicher keine voyeuristische Absichten verfolgt, hinterlässt das Fernbleiben von jeglicher nachvollziehbarer Menschlichkeit, in Verbindung mit der expliziten sexuellen Gewalt ein sprichwörtliches Geschmäckle. Das haben ähnlich ausgerichtete Filme trotz zügelloser Brutalität und menschenverachtenden Handlungen schon deutlich pietätvoller abgebildet.

Under Your Bed ©Busch Media Group

Fazit

Schwere Kost aus Japan!

Bewertung: 3 von 5.

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