Omukade | Film – Kritik: Blutiger Monsterhorror aus Thailand

Omukade Film 2025

Omukade

TitelOmukade
Genre Horror, Thriller
Jahr2026
FSK16
RegieChalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda

Heimkinostart: 01.10.2026

Wenn die Legende zur tödlichen Realität wird

Das Horrorgenre bedient sich bei seinen Geschichten immer wieder gerne realer Folklore, wie auch im Fall von „Omukade“. Bei der Kreatur aus der japanischen Mythologie handelt es sich um einen riesigen, drachenähnlichen Tausendfüßler, der nahezu unverwundbar ist. Das kommt euch bekannt vor? Das liegt vermutlich daran, dass es sich bei „Omukade“ um ein Prequel handelt, das im selben Universum wie „Creepy Crawly“ spielt. Zwar erzählen die beiden Horrorfilme von unterschiedlichen Kreaturen, weisen aber deutliche Parallelen zueinander auf.

Omukade Film 2025
Omukade ©Busch Media Group

Wie schon der erste Teil kommt auch das Prequel „Omukade“ dank der Busch Media Group ins deutsche Heimkino. Erneut führten die beiden Regisseure Chalit Krileadmongkon und Pakphum Wongjinda Regie, um ihr Monsteruniversum zu erweitern. Dieses Mal wird die Handlung in die Zeit des Zweiten Weltkriegs verlagert, als Thailand unter japanischer Besatzung stand. Nach einem Bombenangriff wird der Ausgang einer Höhle verschüttet, in der eine Gruppe höchst unterschiedlicher Menschen gefangen ist: japanische Invasoren, thailändische Rebellen und ein britischer Kriegsgefangener. Um diesem Albtraum zu entkommen, müssen sie zusammenarbeiten. Doch in der Dunkelheit lauert eine große Gefahr.

Filmpodcast

Zwischen Folklore und Formeltreue

„Omukade“ ist einer dieser frustrierenden Horrorfilme, die auf technischer Ebene vieles richtig machen, beim Storytelling und der Figurenzeichnung jedoch komplett scheitern. Der Film nutzt den spannenden historischen Hintergrund des Zweiten Weltkriegs lediglich als Kulisse für oberflächlich ausgearbeitete Konflikte, die letztlich ins Leere laufen. Hinzu kommt eine unnötig konfuse Inszenierung mit Dialogen, die teilweise beinahe zusammenhanglos wirken. Das größte Problem sind jedoch die Charaktere, die so blass und austauschbar daherkommen, dass man sich zu keinem Zeitpunkt für ihr Schicksal interessiert. So lassen einen gerade jene Momente, die als emotionale Höhepunkte gedacht waren, völlig kalt zurück. Auch die unheimliche Folklore rund um die Kreatur verliert an Wirkung, weil man diese viel zu früh zu Gesicht bekommt.

Omukade Film 2025
Omukade ©Busch Media Group

Und wenn sie dann auftaucht, ist der CGI-Einsatz deutlich zu erkennen. Vielleicht wurde gerade deshalb bei der Beleuchtung gespart, denn im Höhlensystem muss man mitunter schon genauer hinsehen, um überhaupt etwas zu erkennen. Dennoch sorgt das Setdesign durchaus für eine unheimliche und klaustrophobische Atmosphäre, auch wenn der Film nicht ganz an Klassiker wie „The Descent“ heranreicht. Am stärksten ist „Omukade“ nicht dann, wenn die titelgebende Kreatur zu sehen ist, sondern wenn die von ihr infizierten menschlichen Wirte zur Gefahr werden und die Überlebenden angreifen. Diese sind nicht nur optisch deutlich unheimlicher, auch bei den blutigen Effekten reizt der Film die FSK-16-Freigabe ordentlich aus. Die eingebauten Kampfszenen machen ebenfalls Spaß und sorgen für etwas Abwechslung in dem ansonsten nach Schema F ablaufenden Streifen. Schade, dass das vorhandene Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wird.

Omukade Film 2025
Omukade ©Busch Media Group

Fazit

„Omukade“ punktet mit einer beklemmenden Atmosphäre, blutigen Effekten und unterhaltsamen Kampfszenen, scheitert jedoch an blassen Figuren und einer unausgereiften Handlung. Auch die interessante Folklore rund um die titelgebende Kreatur kann die erzählerischen Schwächen nicht ausgleichen. Ein Monster-Horrorfilm mit viel Potenzial, das leider weitgehend ungenutzt bleibt.

Bewertung: 2.5 von 5.
Omukade Film 2025 Amazon Prime Video
Omukade Film 2025 Amazon Prime Video