50 Filme, die man 2024 gesehen haben muss!
Auch das Filmjahr 2024 hat wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass Filmkunst weiterhin begeistern und überraschen kann. Von atemberaubenden Blockbustern bis hin zu leisen Indie-Perlen bot das vergangene Jahr eine bemerkenswerte Vielfalt an Werken, die sowohl Kritiker*innen als auch das Publikum in ihren Bann zogen. Wenn es nach unserem Chefredakteur Chrischa geht, darf man sich die nachfolgenden Filme auf keinen Fall entgehen lassen!
[Die Liste kann Filme enthalten, die lediglich auf Filmfestivals zu sehen waren]

Top 50: Die besten Filme des Jahres (Chefredakteur: Chrischa)
Platz 20 – Blink Twice

In einer Welt, in der Privilegien als Machtinstrumente dienen, entfaltet “Blink Twice” ein intensives Porträt von toxischer Männlichkeit, in dem Privilegien zu Werkzeugen der Manipulation werden. Eine hervorragend gespielte Auseinandersetzung mit Kontrolle und den verborgenen Dynamiken hinter glänzenden Fassaden. Spannend, brandaktuell und nachhaltig einprägsam.
Keine Kritik vorhanden
Platz 19 – The Apprentice

Wahrheit ist eine formbare Sache. Dieses Trump-sche Leitmotiv nimmt sich auch Ali Abbasi zu Herzen, der mit “The Apprentice” die geordneten Bahnen eines herkömmlichen Biopics verlässt, Mutmaßungen zu Tatsachen umformuliert und anhand dessen, wie wir Donald Trump heute kennen, einen herrlich zynischen Einblick in das Innenleben des Ex-Präsidenten geben. Die geschichtliche Einordnung dient lediglich als Rahmen für eine in authentischer 70er-Jahre-TV-Ästhetik vorgetragene Villain Origin Story. Joker, Two-Face, Donald Trump!
Platz 18 – Love Lies Bleeding

„Love Lies Bleeding“ transformiert die dunkle Leidenschaft einer lesbischen Liebesgeschichte im Umfeld der Bodybuilding-Szene der 1980er Jahre in das atmosphärische Gewand eines schnörkellosen Kleinstadtthrillers. Kristen Stewart glänzt, Katy O’Brian tut es ihr gleich – und Rose Glass verwebt in ihrer Regie die rohe Energie von Obsession und körperlicher Gewalt zu einem fesselnden Narrativ!
Platz 17 – When Evil Lurks

Was Rugna vom Großteil seiner Regiekolleg*innen abhebt, ist sein bis zur Perfektion ausgefeiltes Gespür dafür, Horror in Szene zu setzen. Jede Einstellung, jede Perspektive und jede Millisekunde einer jeden Szene scheint bis aufs kleinste Detail aufeinander abgestimmt zu sein, um das Maximum an Schrecken aus ihr zu ziehen. “When Evil Lurks” haut dem Publikum die wohldosierten Jumpscare nicht einfach um die Ohren, sondern baut sie mit bedacht auf, den bevorstehenden Knall ankündigen und dennoch die doppelte, dreifache, ach was sogar vielfache Wirkung erziehend.
Platz 16 – Die junge Frau und das Meer

Mit seinem Biopic “Die junge Frau und das Wasser” gelingt Joachim Rønning das, was der monotonen Kinolandschaft in den vergangenen Jahren zunehmend abhandengekommen ist. In der auf wahren Begebenheiten beruhenden Erfolgsgeschichte verschmelzen echte Emotionen mit großen Bildern zu einem vollkommen mainstream-tauglichen Hollywood-Film, der sich eben nicht wie der nächste seelenlose Aufguss anfühlt, sondern das Publikum zurück in eine Zeit versetzt, in der Blockbuster und Anspruch kein Entweder-oder, sondern ein organisches Miteinander waren.
Platz 15 – Colonos

Getrieben von den niedrigsten Instinkten und befeuert von der bleiernen Monotonie und spätpubertären Männlichkeitsgebärden entspinnt “Colonos” so einen emotional aufwühlende Tour de Force, die in ihrer kompromisslosen Beiläufigkeit dem Publikum mehr als nur einmal den Boden unter den Füßen wegzieht. Kein Schlag in die Magengrube, eher ein permanenter, eindringlicher Druck, der sich unaufhaltsam in die Eingeweide bohrt!
Platz 14 – Priscilla

Sofia Coppola veranschaulicht auf authentische und einfühlsame Weise die Entwicklung von Priscilla, von einem jungen Mädchen zu einer selbstbestimmten Frau. Somit fungiert der Film zugleich als Biopic und berührende Coming-of-Age-Geschichte.
Platz 13 – Weil der Mensch erbärmlich ist

“Weil der Mensch erbärmlich ist” porträtiert den Schrecken des Krieges aus einem unverbrauchten Blickwinkel und gewinnt dem in der Filmwelt doch etwas zu inflationär eingesetzten Zweiter Weltkriegsszenario eine spannende, neue Facetten ab!
Platz 12 – Boy Kills World

Vergesst „Deadpool & Wolverine“! “Boy Kills World” ist wirklich lustig, dazu aber auch verdammt kreativ und mit allerhand aberwitziger Ideen ausgestattet. Das spiegelt sich auch in den hervorragend durchchoreografieren Actionszenen wider. Die abwechslungsreichen Faust- sowie Schuss-, Hieb- und Stichwaffenkämpfe sind durch die Bank fantastisch inszeniert und verursacht bereits durch das bloße Zuschauen nicht selten körperliche Schmerzen, trotz klar als Pixelblut zu erkennender nachträglich editierter CGI-Gewalt.
Platz 11 – Red Rooms

True Crime neu gedacht, erschreckend intensiv und visuell verstörend. Ein filmischer Abstieg in den Abgrund, der Grenzen verschiebt und das Publikum mit unbändiger Wucht in seinen Bann zieht!

