Reversion | Kritik zum Film: Schnitt für Schnitt zur Wahrheit

Reversion Film 2025

Reversion

TitelReversion
Genre Thriller
Jahr2025
FSK16
RegieJacob Santana

Heimkinostart: 25.09.2026

Wenn die eigene Familie zum Rätsel wird

Neben seiner reichen Kultur, sonnigen Stränden und weltberühmten Küche ist Spanien vor allem für eines bekannt: seine spannenden Thriller mit überraschenden Wendungen. Filme, die den Puls in die Höhe steigen lassen und bei denen man nach jedem neuen Twist mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzt. Vor allem auf Streaming-Anbietern sind diese Filme regelmäßig der Renner, wie beispielsweise „Der unsichtbare Gast“. Nur ein Land macht Spanien dabei Konkurrenz: Südkorea. Auch hier lassen sich immer wieder Filme finden, die es schaffen, das Publikum zu schocken.

Reversion Film 2025
Reversion ©Lighthouse Home Entertainment

So sehr, dass sich selbst Spanien etwas abguckt und den südkoreanischen Thriller „Forgotten“, der 2017 auf Netflix in 190 Ländern zum Hit wurde, unter dem Titel „Reversion – Traue niemandem“ neu auflegt und unter anderem mit Belén Rueda prominent besetzt. Der Thriller handelt von dem 27-jährigen Mario (Jaime Lorente), der mit seiner Familie in ein neues Haus zieht. Eines Nachts beobachtet er, wie sein Bruder David (Manuel Vega) von zwielichtigen Männern in einem Van entführt wird. Neunzehn Tage später taucht David ohne Erinnerungen wieder auf und verhält sich immer merkwürdiger. David stellt Nachforschungen an und kommt so dunklen Familiengeheimnissen immer näher

Filmpodcast

Ein Katz-und-Maus-Spiel mit der eigenen Erinnerung

Auch wenn sie keine Hauptrolle spielt, ist es doch die spanische Schauspielikone Belén Rueda, die Neugierde auf den Film „Reversion“ weckt. Die Schauspielerin ist bekannt für wendungsreiche Thriller wie „The Body“ oder emotionalen Horror wie „Das Waisenhaus“, der vor allem mit seinem Twist unter die Haut geht. Auch „Reversion“ hält einige Überraschungen parat. Jedenfalls, wenn man das koreanische Original „Forgotten“ nicht gesehen hat. Oder, passend zur Handlung des Films, nicht mehr in Erinnerung hat. Der Aufbau ist auch im Remake durchaus gelungen und baut das Mysterium langsam und atmosphärisch auf. Zusammen mit dem Hauptcharakter hinterfragt man das Verhalten der Familie, vor allem das des verschwundenen Bruders, und rätselt gespannt mit.

Reversion Film 2025
Reversion ©Lighthouse Home Entertainment

Es ist vor allem die Paranoia des Hauptcharakters, die Ungewissheit, ob die Erlebnisse real oder eingebildet sind, die den Reiz des Films ausmachen. Die letztendliche Auflösung ist interessant umgesetzt und passt perfekt in das Schema vieler spanischer Thriller. Aber hier endet „Reversion“ nicht. In der zweiten Hälfte wechselt er die Perspektive und taucht immer tiefer in die Geschehnisse rund um die Auflösung ein. Und hier ist es, wo der Film mit jeder weiteren Enthüllung leider ein wenig ins Abstruse abdriftet und immer mehr von seiner Glaubwürdigkeit verliert. Manchmal ist ein Twist weniger vielleicht doch mehr. Hauptdarsteller Jaime Lorente trägt „Reversion“ mit seiner Performance allerdings mit Leichtigkeit über kleine Schwächen hinweg.

Reversion Film 2025
Reversion ©Lighthouse Home Entertainment

Fazit

„Reversion – Traue niemandem“ ist ein atmosphärischer Thriller, der vor allem mit seinem gelungenen Aufbau und der paranoiden Grundstimmung zu überzeugen weiß. Während die erste Hälfte das Mysterium spannend entfaltet, verliert der Film durch seine zunehmenden Wendungen leider immer mehr an Glaubwürdigkeit. Wer das koreanische Original nicht kennt, dürfte dennoch einige Überraschungen erleben.

Bewertung: 3 von 5.
Amazon Prime Video