Eben noch im Kino – jetzt auf Disney+
„Hoppers“ klingt zunächst wie einer dieser typischen Pixar-Gedankenblitze, bei denen man sofort spürt: Da könnte etwas Magisches entstehen. Ein Mädchen, ein Roboterbiber, ein Bewusstseinstransfer und die Möglichkeit, endlich mit Tieren zu sprechen. Das ist schräg, verspielt, ein bisschen wundersam – und genau deshalb so reizvoll. Ab dem 3. Juni ist „Hoppers“ bei Disney+ im Streaming-Abo zu sehen. Nach seinem Kinostart findet Pixars neues Animationsabenteuer nun also den Weg ins Wohnzimmer. Vor allem Familien und treue Pixar-Fans dürften neugierig werden, denn die Idee trägt auf dem Papier all das in sich, was dieses Studio einmal so groß gemacht hat: eine absurde Prämisse, die plötzlich ganz selbstverständlich wirkt, ein Blick auf die Welt aus ungewohnter Perspektive und darunter eine leise Frage danach, wie wir leben, sehen und miteinander umgehen.
Nicht Pixars stärkster Film, aber einen Blick wert
Im Zentrum steht Mabel, die mithilfe einer neuen Technologie ihr Bewusstsein in einen Roboterbiber überträgt. So kann sie mit Tieren kommunizieren und eine Welt betreten, die für Menschen sonst verschlossen bleibt. Daraus entsteht eine Geschichte über Natur, Zusammenleben und jene menschliche Angewohnheit, alles verstehen, ordnen und kontrollieren zu wollen – selbst das, was vielleicht gar nicht für uns gedacht ist. Doch so stark die Idee ist, so vorsichtig bleibt der Film in seiner Umsetzung. „Hoppers“ hat Charme, schöne Einfälle und sympathische Figuren, aber er zündet nicht so mühelos, wie man es von Pixar in seinen besten Momenten kennt. Wo andere Filme des Studios mit emotionaler Wucht, überbordender Fantasie oder einem kleinen Stich ins Herz lange nachhallen, bleibt dieses Abenteuer oft auf sicherem Terrain. Es ist freundlich, bunt und gut gemeint – aber eben auch etwas zurückhaltend.

Das macht „Hoppers“ nicht zu einem schlechten Film. Eher zu einem, der mehr verspricht, als er am Ende ganz einlösen kann. Für jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer dürfte die Mischung aus Tieren, Technik und Abenteuer gut funktionieren. Erwachsene Pixar-Fans sollten ihre Erwartungen vielleicht etwas dämpfen. Denn der Film besitzt durchaus seine Momente, aber nicht jene Leichtigkeit, Tiefe und emotionale Selbstverständlichkeit, die Pixar über Jahre fast wie nebenbei gelingen konnte. Mit dem Start bei Disney+ bekommt „Hoppers“ nun eine zweite Chance. Wer den Film im Kino verpasst hat oder einfach neugierig auf diese ungewöhnliche Prämisse ist, kann ab dem 3. Juni selbst eintauchen in Mabels tierisches Abenteuer. Es ist nicht Pixars großer Wurf. Aber manchmal reicht auch ein kleiner Sprung ins Unbekannte.


