Hellcat | Kritik zum Film: Ein Gefängnis auf vier Rädern

Hellcat Film 2025

Hellcat

TitelHellcat
Genre Horror
Jahr2025
FSK16
RegieBrock Bodell

Heimkinostart: 17.09.2026

Nicht jede Wunde hinterlässt Eindruck

Shudder ist in Amerika einer der größten und beliebtesten Streaming-Anbieter für Horrorfans und liefert immer wieder neue und interessante Genre-Ware, darunter auch viele Regiedebüts. Umso trauriger ist es, dass Shudder in Deutschland nie so richtig Fuß fassen konnte. Der Streaming-Dienst existiert auch hierzulande als Prime Video Channel, die Auswahl sieht allerdings im Vergleich eher mau aus. Dafür werden viele Original-Produktionen stattdessen in Deutschland über verschiedene Filmverleihe im Heimkino veröffentlicht und finden immerhin so einen Weg zum Publikum.

Hellcat Film 2025
Hellcat ©Meteor Film

So auch der Horrorfilm „Hellcat“, der über Meteor Film als VoD erscheint. Dabei handelt es sich um das Spielfilmdebüt von Regisseur Brock Bodell, der zuvor bei Filmen wie „Dead Water“ als Editor tätig war. In „Hellcat“ erzählt er die Geschichte der jungen Lena (Dakota Gorman), die mit einer schmerzenden Wunde eingesperrt in einem Wohnwagen aufwacht. Eine männliche Stimme (Todd Terry) sagt ihr, dass sie nur eine Stunde Zeit hat, um einen Arzt zu erreichen, ansonsten geschieht Lena etwas Schreckliches. Doch sagt er die Wahrheit oder ist sie in die Fänge eines Psychopathen geraten?

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Hellcat faucht, aber wirklich zubeißen will der Film nicht

Das Erste, was über den Bildschirm flimmert, ist die Zeile „Ein Silent Diner Film“. Still ist „Hellcat“ allerdings ganz und gar nicht. Gerade die erste Hälfte ist immer wieder durchzogen von den panischen Hilfeschreien der jungen Protagonistin, die verzweifelt einen Ausweg aus dem Wohnwagen sucht. Das sollte eigentlich Spannung garantieren, dennoch ist die Luft schnell raus. Denn auch wenn der Film alles versucht, um Clive, der dafür verantwortlich ist, dass sie sich in dem Wohnwagen befindet, als suspekt und möglichen Bösewicht darzustellen, wird ziemlich schnell deutlich, dass an seiner Version der Geschichte durchaus etwas dran sein könnte, was der Situation ein wenig von ihrer bedrohlichen Atmosphäre nimmt. Auch wohin Lenas mysteriöse Wunde führt, wird wenig subtil angedeutet und ist schon lange vor der Auflösung klar.

Hellcat Film 2025
Hellcat ©Meteor Film

In der zweiten Hälfte bringt „Hellcat“ dann tatsächlich ein paar interessante Wendungen mit ein, die man so nicht unbedingt kommen sieht. Und das Ende ist so bizarr, aber auch so authentisch menschlich, dass es hängen bleibt. Gerade in den ruhigen Momenten ist „Hellcat“ oft am stärksten. Wie in einer Szene, in der sich die geschwächte Lena auf den Boden des Wohnwagens legt und einfach nur durch eine Dachluke in den Sternenhimmel starrt. Simpel, aber sehr nahbar. Hauptdarstellerin Dakota Gorman gibt sich ihrer Rolle voll hin, auch wenn das Drehbuch ihr nicht immer viel bietet. Das Spielfilmdebüt von Brock Bodell schwächelt besonders darin, seine Geschichte auf eine mitreißende Weise zu erzählen. Immer wieder fällt der Blick trotz der kurzen Laufzeit auf die Uhr, und viele interessante Ansätze gehen schnell wieder unter.

Hellcat Film 2025
Hellcat ©Meteor Film

Fazit

„Hellcat“ hat einige interessante Ideen und punktet vor allem in den ruhigen, menschlichen Momenten. Leider gelingt es Brock Bodell nicht, daraus über die gesamte Laufzeit einen wirklich packenden Horrorfilm zu machen. Trotz einiger überraschender Wendungen bleibt vieles vorhersehbar und die Spannung schnell auf der Strecke. Ein solides, aber letztlich etwas unausgegorenes Regiedebüt.

Bewertung: 2 von 5.
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