| Titel | Monolith – No Way Out |
| Genre | Thriller |
| Jahr | 2016 |
| FSK | 16 |
| Regie | Ivan Silvestrini |
Heimkinostart: 23.05.2024
Die Gefahren von künstlicher Intelligenz
Während „Black Mirror“ im Jahr 2011 noch wie eine weit entfernte Zukunft wirkte, nimmt Künstliche Intelligenz mittlerweile einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein, und nicht alle sind begeistert von der modernen Technologie. Auch in Film und Fernsehen wird das Thema immer wieder aufgegriffen und lockt viele Zuschauer vor die Bildschirme. Vielleicht hat sich die Busch Media Group genau deswegen die Rechte an dem bereits 2016 entstandenen „Monolith – No Way Out“ gesichert, der nun auf dem Heimkinomarkt verfügbar ist.

Und darum geht es…
Die ehemalige Popsängerin Sandra (Katrina Bowden) ist mit ihrem Sohn David (Nixon & Crew Hodges) auf dem Weg zu den Eltern ihres Ehemannes Carl (Damon Dayoub). Sie fährt den Minivan „Monolith“, ein Hightech-Fahrzeug, das mit der neuesten Technologie ausgestattet ist und über eine App gesteuert werden kann. Unterwegs gerät Sandra in einen Autounfall mitten in der Wüste. Durch eine Reihe unglücklicher Ereignisse wird sie aus dem Minivan ausgesperrt, während David hilflos im Wagen gefangen ist. Die junge Mutter setzt alles daran, ihren Sohn zu retten, und ist dabei nicht nur der gefährlichen Hitze ausgesetzt, sondern auch wilden Tieren in der Umgebung.


„Black Mirror“ in der Wüste
Mitten im Nirgendwo vom Weg abgekommen, im Auto eingesperrt und unzähligen Gefahren ausgesetzt – man kennt’s. Genau darum geht es im Thriller „Monolith“. Die Prämisse ist simpel, nicht neu oder innovativ. Das muss sie aber auch nicht unbedingt sein. Mit seinem futuristischen Sci-Fi-Element hebt sich der Film immerhin ein wenig von ähnlichen Filmen ab und verleiht dem Ganzen ein leichtes „Black Mirror“-Feeling. Die Geschichte bietet nicht viel Stoff, doch der italienische Regisseur Ivan Silvestrini tut sein Bestes, um die kurze Laufzeit mit Spannung zu füllen – mit mäßigem Erfolg. Während man anfangs durch die emotional aufgeladene Ausnahmesituation noch mitfiebert, dümpelt der Film im weiteren Verlauf etwas vor sich hin und wird schnell repetitiv. Vor allem auf der Zielgeraden merkt man, dass versucht wurde, mit allen Mitteln noch alles aus der Geschichte herauszuholen, was in einem unglaubwürdigen und konstruierten Finale mündet.

Die große Stärke des 2016 produzierten Hightech-Thrillers liegt tatsächlich in der Hauptfigur Sandra, die bei weitem nicht immer perfekt handelt. Sie ist nicht die beste Mutter der Welt, handelt oft unverständlich, und das wird viele Zuschauer sicher abschrecken. Doch man kann nicht leugnen, dass dies die Geschichte interessanter und weitaus realistischer macht. Katrina Bowden, die im letzten Jahrzehnt in einer Reihe von Horrorfilmen wie „Tucker & Dale vs. Evil“, „Piranha 3DD“ oder „Nurse 3D“ zu sehen war, liefert eine überzeugende Leistung ab und trägt den Film auf ihren Schultern. Auch sieht „Monolith“ hochwertig aus, und die wunderschön eingefangene Wüstenlandschaft trägt viel zur Atmosphäre bei.

Fazit
„Monolith – No Way Out“ versucht, alles aus seiner recht simplen Prämisse herauszuholen, und überzeugt mit seiner Hauptdarstellerin Katrina Bowden und einer soliden Inszenierung. Allerdings wird der Film schnell repetitiv und enttäuscht mit einem unglaubwürdigen finalen Akt. Fans von „Black Mirror“ können aber dennoch einen Blick riskieren.


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