| Titel | Badland Hunters |
| Genre | Action, Sci-Fi |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 16 |
| Regie | Heo Myeong-haeng |
Starttermin: 26.01.2024 / Prime Video
Ma Dong-seok prügelt sich durch die Postapokalypse
So vielfältig das südkoreanische Kino auch sein mag, steht es doch für drei ganz spezielle Dinge: knallharte Thrillerkost, düsterer Serienkillerstoff – und natürlich Ma Dong-seok. Die brachiale Bratpfannenhand mit Knuddelbär-Optik und großer Affinität zur Verteilung saftiger Maulschellen wurde, betrachtet durch einen westlichen Filter, schnell zum Aushängeschild der koreanischen Genrefilmwelt. Entsprechend groß dürfte auch das Interesse am dystopischen Netflix Original “Badland Hunters” ausfallen, in dem sich der “Eternals”-Darsteller durch eine postapokalyptische Welt schlagen muss.

Und darum geht es…
In Südkorea steht kein Stein mehr auf dem anderen. Nach einem gigantischen Erdbeben sind die Hauptstadt Seoul und große Teile des Landes nahezu vollständig zerstört und die Bewohner*innen entweder Tod oder Obdachlos. Nam San (Ma Dong-seok) hat die Katastrophe überlebt und findet sich dank seiner Erfahrung als Jäger erstaunlich gut in der martialischen Umgebung zurecht. Immer an seiner Seite, die Teenagerin Choi ji-wan (Joon-Young Lee). Als diese jedoch von einem Clan entführt wird, begibt sich Nam auf eine gefährliche Rettungsmission, fest entschlossen, jeden niederzustrecken, der sich ihm in den Weg stellt!


Saftige Action, dünne Geschichte
Mit dem actionlastigen Zukunftsthriller “Badland Hunters” gibt es ab heute die geballte Ladung Ma Dong-seok-Power auf Netflix zu streamen. Südkoreas charismatischer Haudegen (“The Outlaws”, “Unstoppable”) schlüpft hierfür ein weiteres Mal in seine Paraderolle als realfilmgewordener One Punch Man, mit der kleinen Ausnahme, dass dieses Mal mehr als nur handelsübliche Ganoven auf seiner To-Slap-List stehen. Eine Gerade und Normalsterbliche legen sich schlafen. Selbst ausgewachsene Alligatoren können einpacken. Um für Chancengleichheit zu sorgen, bedarf es da größerer Kaliber – und die liefert das Netflix Original in Form von nahezu unsterblichen Mutanten. Endlich die Art von Gegenspieler*innen, die dem Actionstar gerecht werden.

Wer nach saftiger Action mit ansehnlichen Splatter und Gore-Effekten lechzt, ist bei “Badland Hunters” an der richtigen Adresse. Gerade in den letzten 30 Minuten, wenn der Bodycount angenehm in die Höhe getrieben wird und es an allen Ecken und Kanten zu blutigen Shootouts und handfesten Nahkämpfen kommt, lässt die postapokalyptische Gaudi nichts anbrennen. Das entschädigt dann auch für einige vorangegangene Längen und den arg konstruierten, aus zahlreichen Genrefilmen zusammengeschusterten Plot. Als kurzweiliger Actionspaß – und vor allem für Fans der südkoreanischen Bud Spencer-Inkarnation Dong-seok – funktioniert “Badland Hunters” hervorragend, große Innovationen sollte man hingegen nicht erwarten.

Fazit
Egal ob böse Jungs, Alligatoren oder übermenschliche Mutanten: In “Badland Hunters” bekommt alles und jeder eine Schelle von Backpfeifen-King Ma Dong-seok – und das Publikum genau das, was das Konzept verspricht!

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