| Titel | What the Waters Left Behind 2: Scars |
| Genre | Horror, Thriller |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 18 |
| Regie | Nicolas Onetti |
Heimkinostart: 20.10.2023
Die tödlichste Familie Argentiniens kehrt zurück!
Ob in den Wäldern Virginias oder der texanischen Wüste – das Böse, das in diesen verlassenen Gefilden lauert, übt schon seit jeher eine Faszination auf das Horrorpublikum aus. Anstelle von entstellten Mutanten oder Psychopathen mit Kettensägen drehte sich in „What the Waters Left Behind“ alles um eine Familie, die nach der Flutkatastrophe in Epecuén von der Menschheit vergessen wurde und zu drastischen Mitteln griff. In der Fortsetzung „What the Waters Left Behind 2: Scars“ setzen sie nun ihr mörderisches Werk fort.

Und darum geht es…
Nach einer durchschnittlich erfolgreichen Tour in Argentinien werden die Mitglieder einer Indie-Rock-Band (u.a. Clara Kovacic, Juan Pablo Bishel, Matías Desiderio) nach ihrem letzten Konzert in die verlassene Stadt Epecuén eingeladen. Eine attraktive Einheimische lockt die Gruppe mit einem köstlichen Barbecue und einem reizvollen Landhaus. Als sie dort ankommen, müssen sie entsetzt feststellen, dass sie selbst auf dem Speiseplan stehen. Die düsteren Geheimnisse der Stadt stellen die Freunde vor einen Kampf auf Leben und Tod.

In den Ruinen von Epecuén lauert der Tod!
„What the Waters Left Behind 2: Scars“ ist eine dieser unerwarteten Horror-Fortsetzungen, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen und auf die niemand wirklich gewartet hat. Der erste Teil, der 2017 veröffentlicht wurde, vermochte zumindest mit einem atmosphärischen Aufbau und einer beeindruckenden Location zu überzeugen. Leider verlor er sich dann komplett in Torture Porn und bot nichts weiter als eine dreiste Imitation von „Texas Chainsaw Massacre“. Der zweite Teil setzt nahtlos daran an, verzichtet jedoch weitgehend auf die positiven Aspekte des ersten Teils und versucht zu Beginn gleich, das Publikum mit drastischen Szenen zu schockieren. In Bezug auf den Gore gibt es hier nichts zu bemängeln – wer auf blutige Slasher steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

Wer mehr als ein Gemetzel erwartet, wird hier allerdings enttäuscht. Die Handlung verläuft größtenteils ähnlich wie im ersten Teil, wobei die reizvolle Kulisse dieses Mal nicht in vollem Umfang genutzt wird und der subtile Aufbau fehlt. Die überwiegend unsympathischen Bandmitglieder geraten rasch in die Fänge der Einheimischen und kämpfen um ihr Überleben, wobei es nur wenige unvorhergesehene Wendungen gibt. Der Film funktioniert eigenständig, bringt jedoch einige bekannte Charaktere zurück, teils mit einem kompletten Makeover, nicht nur aufgrund der Neubesetzung. Was den Spaß an diesen Filmen erheblich mindert, ist die explizite Darstellung von sexueller Gewalt. Szenen dieser Natur dienen lediglich als Schockelement und tragen in keiner Weise zur Handlung bei. Menschliche Abgründe lassen sich auch auf subtilere und effektivere Weisen präsentieren.

Fazit
Ein lustloses Sequel zu einem bereits durchschnittlichen Film. Für Gore-Fans mag es interessant sein, aber für alle anderen bietet dieser belanglose Backwoods-Slasher wenig Unterhaltungswert.
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