Das verraten uns die ersten Bilder der Comicverfilmung!
Während das Marvel Cinematic Universe nach einem viele Jahre anhaltenden Erfolgszug in jüngster Vergangenheit immer mehr ins Straucheln kam, hat Sony Pictures beim Versuch, ihr eigenes filmisches Universum auf die Beine zu stellen, von Anfang an kein gutes Händchen unter Beweis stellen können. Ohne die Rechte an ihrem langjährigen Zugpferd Spider-Man, mussten eben dessen Widersacher*innen herhalten – die sind ja schließlich auch spannende Charaktere.
Nach dem enttäuschenden Antihelden-Film „Venom“ mit Tom Hardy, der nicht minder bescheidenen Fortsetzung „Venom: Let There Be Carnage“ und dem filmischen Totalausfall „Morbius“, soll es nun also „Kraven The Hunter“ richten. Die Erwartungen sind niedrig, doch der erste Trailer macht Hoffnung. Was uns die ersten bewegten Bilder über den neuen Film des sogenannten Sony’s Spider-Man Universe – nur eben ohne Spider-Man – erzählen, schauen wir und jetzt einmal im Detail an!
Die bösen Jungs und Mädels dürfen endlich böse sein!
Für viele Fans war die Ankündigung der Altersfreigabe noch vor den Kinostarts der beiden Venom-Filme ein Schlag in die Magengrube. PG-13? Also quasi das Pendant zur deutschen Jugendfreigabe FSK 12? Von abgebissenen Köpfen und Blutfontänen fehlte in den fertigen Filmen jede Spur. Mit angedeuteter Gewalt ist in „Kraven The Hunter“ jetzt Schluss. Bereits der Trailer bestätigt, was das vorab verkündete R-Rating, also die US-Altersfreigabe für Erwachsene, erahnen ließ. Wenn sich „Kick-Ass“-Darsteller Aaron Taylor-Johnson in der Rolle des Kraven durch seine Gegner kämpft, wird an Blut jedenfalls nicht gespart.

Aber das ist doch nicht wie in den Comics?
Ganz genau! Statt auf Großwildjagd zu gehen, hat es Sergei Kravinoff, so der Name des Antihelden in „Kraven The Hunter“ auf Jäger abgesehen. Für die Verfilmung des Spider-Man-Schurken wurde die Hintergrundgeschichte der Titelfigur einmal auf den Kopf gestellt – und seien wir mal ehrlich! Wer will den bitte einem Tiermörder die Daumen drücken, während dieser sich einmal munter durch die Savanne metzelt? Da ein Held, oder zumindest Antiheld, selten alleine kommt, bekommt dieser mit der von Ariana DeBose verkörperten Voodoo-Priesterin Calypso eine Helferin zur Seite gestellt.
Wer ist dann der Böse?
Auch wenn sich Aaron Taylor-Johnson in J.C. Chandors „Kraven The Hunter“ nicht ganz so arschig verhält, wie noch in den Comicvorlagen, ist er sicherlich kein klassischer Held und Saubermann. Dafür scheint er am Morden dann doch ein bisschen zu viel Spaß zu haben. Dennoch braucht auch ein Bad-Guy mit Herz für Tiere einen echten Widersacher – einen richtigen Schurken, oder besser noch zwei! Diesen Part dürfte dann wohl dessen Vater, gespielt von Russell Crowe, einnehmen, der seinen schwerverletzten Sohn zum Sterben in der Wildnis zurücklässt. Wenn Darsteller Alessandro Nivola ganz am Ende des Trailers eine schmerzhafte Verwandlung durchlebt, ist klar, dass sich Kraven mehr als nur einem großen Gegner stellen muss. Rhino ist also auch mit von der Partie – und das ganz ohne Tech-Suit oder ähnlichem technischen Firlefanz! Das wiederum dürfte die Comicfans freuen – und den Watchdog ebenso!

„Kraven The Hunter“ gibt es ab dem 5. Oktober 2023 in den deutschen Kinos zu sehen!

