Ninjababy: Kritik zur norwegischen Komödie – Schwanger? Nein, Danke!

TitelNinjababy
Genre Drama, Komödie
Jahr2021
FSK12
RegieYngvild Sve Flikke

Heimkinostart: 23.02.2023

Schwanger vom Dick-Jesus!

Vor wenigen Tagen eroberte der norwegische Werwolf-Horror „Viking Wolf“ die Spitze der Netflix-Charts und schon stehen zwei weitere Filme aus Norwegen in den Startlöchern. Während das ergreifende Kriegsdrama „War Sailor“ in zwei Tagen in den Kinos anläuft, erhält auch die urkomische Tragikomödie „Ninjababy“ noch in diesem Monat eine Heimkinoauswertung – ein echter kleiner Geheimtipp!

Ninjababy ©Plaion Pictures

Und darum geht es…

Rakel (Kristine Thorp) ist eine junge, sorglose Frau, die ihr Leben ohne feste Pläne oder Pflichten genießt. Doch als sie plötzlich erfährt, dass sie bereits im sechsten Monat schwanger ist, steht ihre Welt auf dem Kopf. Überfordert und nicht bereit, Mutter zu werden, sucht sie nach einem Ausweg, unterstützt von ihrer besten Freundin. In dieser chaotischen Zeit erscheint das Baby als animierte Fantasiefigur, die sie „Ninjababy“ tauft und sie immer wieder konfrontiert. Zwischen Humor, Verzweiflung und dem Versuch, Verantwortung zu übernehmen, muss sich Rakel entscheiden, welchen Weg sie gehen will.

Ninjababy ©Plaion Pictures

Eine ungewollte Schwangerschaft

Bierverkosterin, Globetrotterin, Astronautin oder vielleicht doch lieber Comiczeichnerin? Es gibt viele Dinge, die sich Rakel für ihre Zukunft vorstellen kann – Mutter sein ist jedoch keines davon. „Ninjababy“ begegnet dem Thema unfreiwillige Schwangerschaft mit einer großen Portion schwarzem Humor und ist mit seinen Aussagen genauso wenig auf den Mund gefallen wie die schrullig-liebenswerte Protagonistin. So albern die Tragikomödie an manchen Stellen auch sein mag, schafft sie es doch immer den richtigen Ton zu treffen und ist dabei stets ehrlich und direkt.

Ninjababy ©Plaion Pictures

Frausein bedeutet nicht automatisch Muttersein! Nach dem ebenfalls aus Norwegen stammenden Coming-Of-Age-Drama „Der schlimmste Mensch der Welt“, steht auch in „Ninjababy“ erneut eine junge Frau im Mittelpunkt der Geschichte, die mit den klassischen Rollenbildern rein gar nichts anzufangen weiß. Kristine Kujath Thorp meistert dieses Part mit Bravour und verleiht der überforderten Rakel ein facettenreiches und glaubwürdiges Profil zwischen Panik und Überforderung, mit perfektem komödiantischen Timing. Da ist es durchaus verkraftbar, dass „Ninjababy“ im letzten Drittel etwas von seiner verspielten Leichtigkeit verliert.

Ninjababy ©Plaion Pictures

Fazit

Ein erfrischend ehrlicher Film, der Mutterschaft unkonventionell und humorvoll hinterfragt – warmherzig und clever!

Bewertung: 3.5 von 5.

Wie hat Dir „Ninjababy“ gefallen?

Das könnte Dich auch interessieren!