Die Zeit des einfach gestrickten Horrorfilms scheint längst vorbei. Die jüngsten Versuche, die gute alte Zeit der 00er Jahre mit unsäglichen Reboots, enttäuschenden Fortsetzungen und langweiligen neuen Ideen wiederzubeleben, scheiterten in den meisten Fällen. Mit Filmen wie “Hereditary”, “Get Out” oder vor kurzem auch “Hatching” hat sich langsam aber sicher eine neue Art von Horror etabliert – der Elevated Horror! In Anbetracht der unglaublich hohen Qualität vieler dieser Filme ist dies natürlich eine durchaus angenehme Entwicklung. Wer sich zwischendurch jedoch einfach nur unterhalten lassen will – und das auf einem Spaß-Level, das man in dieser Form seit Jahren nicht mehr gesehen hat – ist mit „Triggered“ an der richtigen Adresse!

Handlung
Neun ehemalige Schulfreunde treffen sich zu einem Camping-Wochenende, das eine tödliche Wendung nimmt. Nachdem sie betäubt werden, wachen sie mit Bombenwesten auf, die an ihren Körpern befestigt sind. Jede Weste hat einen Countdown, der nur durch das Töten eines anderen verlängert werden kann. Panik und Paranoia breiten sich aus, als die Freunde erkennen, dass sie in einem grausamen Spiel um Leben und Tod gefangen sind und sich gegenseitig ausmanövrieren müssen, um zu überleben.

Kritik
Vorhang auf für den unterhaltsamsten Horror-Spaß seit der “Final Destination” Reihe! In “Triggered” findet sich eine Gruppe vermeintlich bester Freund*innen in guter alter “Saw”-Manier plötzlich in einem “Battle Royal” ähnlichen Überlebenskampf in den Dichten des Waldes wieder. Töte oder du stirbst – ob die Freundschaft fest genug ist, um sich gemeinsam gegen das Spiel zu stellen, anstatt sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen, bleibt zu bezweifeln. Eines jedoch vorweg: Der britische Horrorthriller ist weder innovativ noch versucht er auch nur einen Hauch von Anspruch in seine Geschichte quetschen. Wer also auf der Suche nach einem cineastischen Meilenstein ist, kann die Finger getrost von “Triggered” lassen – alle anderen werden mit einem unglaublich bösen, ultraspannenden und darüber hinaus richtig derben Massaker belohnt!

“Triggered” spricht die niedrigsten Triebe des Horror-Publikums an und setzt dabei alles auf eine Karte: Unterhaltungswert! Der, minimalistische Plot ist derart temporeich und kurzweilig inszeniert, dass kaum Zeit bleibt sich über Charakterentscheidungen Gedanken zu machen und wirft die Zuschauer*in ohne große Umschweife in eine diabolische, mitreißende Hatz. Es wird gerannt, geschrien und selbstverständlich auch ordentlich geschnetzelt. Dabei zitiert sich “Triggered” mit seinen Dialogen einmal quer durch die Popkultur und sorgt mit einer unglaublich hohen Dichte an bitterbösen Onlinern, die allesamt ins Schwarze treffen, für einen unbeschreiblich hohen Funfaktor. Für den vollen Genuss der zynischen Pointen sollte man sich das blutige Treiben unbedingt im O-Ton anschauen!

Fazit
Dieser Film rockt gewaltig!
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