Black Rabbit: Kritik zur Netflix Serie – Hochspannung mit Jud Law und Jason Bateman

Black Rabbit Netflix Serie 2025
TitelBlack Rabbit
Genre Thriller
Jahr2025
FSK16
CreatorZach Baylin, Kate Susman

Starttermin: 18.09.2025 | Netflix

Zwischen Raserei und Ruhe

„Yes, Chef!“ und „The Bear“ haben gezeigt, dass die Gastronomie allein genug Druck erzeugt, um jeden Nerv blankzulegen – ganz ohne den Umweg über die Kriminalität. „Uncut Gems“ wiederum führte vor, wie existenziell Schulden und das permanente Rennen gegen die Zeit sein können, wenn man sich selbst zum größten Risiko macht. „Black Rabbit“ kombiniert nun beides: die fiebrige Intensität des Gastro-Kosmos, den alles verschlingenden Sog von Schulden – und darüber hinaus noch die Zuspitzung zum CrimeThriller. Ein Cocktail, der die Spannung eigentlich überlaufen lassen müsste. Doch tut er das wirklich?

Black Rabbit Netflix Serie 2025
Black Rabbit ©Netflix

Und darum geht es…

Jake Friedkin (Jude Law) führt in New York ein exklusives Restaurant, das kurz davorsteht, sich endgültig als Hotspot zu etablieren. Doch die Rückkehr seines Bruders Vince (Jason Bateman), der mit alten Schulden und zwielichtigen Kontakten im Gepäck auftaucht, bringt das mühsam aufgebaute Gleichgewicht ins Wanken. Was als familiäre Wiedervereinigung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Strudel aus Loyalitätskonflikten, verdrängten Traumata und kriminellen Verstrickungen. Während Jake versucht, sein Imperium zu schützen, zieht Vince beide tiefer in ein gefährliches Netz aus Schuld, Verrat und Bedrohungen, das das „Black Rabbit“ nicht nur zum Ort des Erfolgs, sondern auch zur Bühne ihres möglichen Untergangs macht.

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Unser Eindruck zwei Episoden

„Black Rabbit“ entfaltet seine größte Kraft, wenn alles hektisch wird. Die Serie zieht einen in ihren Sog, wenn die Handlung auf Hochtouren läuft, wenn Entscheidungen abrupt fallen, wenn Konflikte sich zuspitzen. In diesen Momenten zeigt sie, wozu sie fähig ist: Spannung, Energie, Fieber. Die Musik treibt den Puls an, die Kamera jagt hinterher. „Black Rabbit“  funktioniert, weil das Wechselspiel zwischen Sturm und Stille gut ausbalanciert ist. Die hektischen Szenen ziehen einen hinein, reißen einen mit, während die ruhigen Augenblicke Raum lassen, die Figuren und ihr Inneres zu erkunden. Eine Erzählung, die nicht nur hektisch, nicht nur laut ist – sie ist fiebrig, präzise und lebendig, und in diesem Wechsel zwischen Raserei und Ruhe liegt die eigentliche Kraft.

Black Rabbit Netflix Serie 2025
Black Rabbit ©Netflix

Die fiebrige Energie wäre nur Lärm, gäbe es nicht die Ruhe, die ihr Gewicht verleiht. In stillen Momenten, wenn die Kameras innehalten und die Brüder sich begegnen, offenbart sich, wer sie wirklich sind. Diese Augenblicke sind keine Pause, sie sind Atempunkte, die das Tempo danach erst richtig spürbar machen, die die Figuren größer erscheinen lassen und ihre Entscheidungen schärfer. Jude Law und Jason Bateman tragen diese Sequenzen mit einer stillen Intensität, die man spürt, nicht nur sieht. Ihre ungleiche Brüderbeziehung ist das Herz der Erzählung – nicht annähernd so innovativ, wie es sich die Köpfer hinter „Black Rabbit“ vielleicht wünschen würden, und doch funktioniert das Netflix Original als Ganzes – fiebrig, dicht und atmosphärisch.

Black Rabbit Netflix Serie 2025
Black Rabbit ©Netflix

Fazit

„Black Rabbit“ ist kein Dauerfeuer der Spannung, sondern ein präzises Spiel mit Tempo und Ruhe. Die Serie packt, wenn alles eskaliert, und gewinnt ihre Tiefe in den stillen Momenten dazwischen. Sie lässt einen atmen, um dann noch stärker zuzuschlagen – hektisch, fokussiert, elektrisierend!

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