| Titel | Black Mirror: Bête Noire |
| Genre | Sci-Fi, Thriller |
| Jahr | 2025 |
| FSK | 16 |
| Regie | Toby Haynes |
Starttermin: 10.04.2025| Netflix
Ein bitterböser Racheplan
Seit dem Start der ersten Staffel hat “Black Mirror” kaum von seiner Relevanz, Schärfe oder erzählerischen Wucht verloren. Im Gegenteil – über die Jahre hinweg erkundete die Anthologieserie immer wieder neue Sphären der Fragilität menschlicher Werte in einer technologisierten Welt und drang dabei wiederholt tiefer in jene Grauzonen vor, in denen Fortschritt und Verlust untrennbar miteinander verwoben sind. Trotz eines “nur” soliden Auftakts mit der ersten Episode der siebten Staffel (“Gewöhnliche Leute”) bleiben die Erwartungen daher auch an “Bête Noire” ungedrosselt hoch – und werden nicht enttäuscht!

Und darum geht es…
Maria (Rosy McEwen) liebt ihre Arbeit in der Entwicklungsabteilung eines Süßwarenkonzerns. Als ihre ehemalige Schulkameradin Verity (Siena Kelly) Teil einer Fokusgruppe bei der Präsentation ihrer neuesten Kreationen ist, wird sie seit Jahren erstmals wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Was als vermeintlich zufälliges Wiedersehen beginnt, entwickelt sich schnell zu einem undurchsichtigen Spiel aus Erinnerungen, Schuld und Manipulation. Denn Verity birgt etwas in sich, das die Grenze zwischen Realität und Vorstellung zunehmend verschwimmen lässt.

Folgenbesprechung:
Bête Noire [Folge 2]
Gerüchte können die Realität verändern – ob sie stimmen oder nicht. Ist eine Information einmal gestreut in die niemals vergessenden Weiten des World Wide Web, kann sie sich unaufhaltsam verbreiten, die Wahrnehmung beeinflussen und selbst dann weiterwirken, wenn ihre Wahrheit längst entkräftet wurde. Gerade im ohnehin fragilen sozialen Gefüge von Kindern und Heranwachsenden, wo Mobbing schon offline, vor der vermeintlichen goldenen Äre der Digitalisierung, weitreichende Folgen nach sich zog. Wenn sich in “Bête Noire” eine in jungen Jahren von ihren Mitschüler*innen verunglimpfte Frau mithilfe einer neuen digitalen Errungenschaft auf einen bitterbösen Rachefeldzug begibt, entflammt so ein perfide-unterhaltsamer Kampf der vermeintlichen Realitäten. Was Verity sagt, wird wahr, wie einst die einst über sie gestreuten Gerüchte. Ein starkes Bild in einer auf allen Ebenen geglückten Episode.

Fazit
Zynisch, böse, unterhaltsam – “Bête Noire” liefert genau das, was man von einer guten Episode erwartet!
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