Cellphone: Kritik zum Horrorfilm – Der Tod lauert auf dem Display!

Cellphone Film 2024
TitelCellphone
Genre Horror, Thriller
Jahr2024
FSK16
RegieLuke Sommer

Heimkinostart: 28.02.2025

Lieber 90 Minuten auf den Ladebalken starren

Heutzutage ist Technik nicht mehr nur für die Oma auf dem Dorf, die mit der Tastatur ihres Seniorenhandys kämpft, ein Albtraum. Der rasante Fortschritt und der damit einhergehende Verlust menschlicher Verbindungen bereiten zunehmend auch jungen Menschen Angst – und die Zukunft sieht in dieser Hinsicht düster aus. Wenig überraschend also, dass immer mehr Horrorfilme diese Thematik aufgreifen – so auch „Cellphone“, in dem ein Handy zum Überbringer schrecklicher Visionen wird.

Cellphone Film 2024
Cellphone ©Lighthouse Home Entertainment

Und darum geht es…

Nach dem schrecklichen Tod ihres Verlobten leidet Wynne (Whitney Noble) an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Um auf andere Gedanken zu kommen, nimmt sie einen Job als Housesitterin in einer abgelegenen Gegend an. Doch die vermeintliche Idylle wird schnell gestört, als sie auf ihrem Handy plötzlich verstörende Zukunftsvisionen sieht. Gemeinsam mit dem ortsansässigen Chris (Justin Malik Jackson) versucht sie, das Geheimnis hinter den Videos zu lüften – bevor es zu spät ist.

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So leer wie der Akku nach einer Stunde TikTok

Es ist unbestreitbar schwer, einen Film auf die Beine zu stellen. Umso herausfordernder wird es, wenn nur ein geringes Budget zur Verfügung steht. Hinter fast jedem Film steckt eine Vision – und jemand mit der Leidenschaft, diese auf die Leinwand zu bannen. Umso bedauerlicher ist es, dass „Cellphone“ absolut nichts Positives abzugewinnen ist. Hier funktioniert schlichtweg gar nichts. Es ist nicht einmal das Schlimmste, wenn ein Film schlecht ist – viel schlimmer ist es, wenn er keinerlei Emotionen auslöst. Und genau das ist hier der Fall. Schon die Kameraarbeit und der Schnitt sind eine komplette Katastrophe. Wer auch immer dahintersteckt, hat keinerlei Auge dafür einnehmende Bilder einzufangen. Die Perspektiven sind langweilig, die Schnitte holprig und unnatürlich. Ein visueller Reinfall, bei dem kein einziges Bild im Gedächtnis bleibt. Doch das ist nur der Anfang einer langen Liste von Mängeln, die diesen Film bereits jetzt zu einem heißen Anwärter für die Flopliste des Jahres machen. Ach, warum schönreden? „Cellphone“ wird dort definitiv landen.

Cellphone Film 2024
Cellphone ©Lighthouse Home Entertainment

Neben dem visuellen Desaster kämpft Luke Sommers Horrorstreifen auch auf erzählerischer Ebene. Es gibt den Hauch einer Idee, doch daraus wird nichts gemacht. Irgendwo in diesem Wirrwarr steckt eine Geschichte über Schuld und Trauer – aber sie wird unter belanglosen Szenen begraben, die sich über mehrere Minuten ziehen. Das Drehbuch ist ein chaotisches Sammelsurium ohne erkennbaren Sinn. Selbst Filmstudenten hätten es besser hinbekommen. Nur ein Beispiel: Wenn man in einer Zukunftsvision durch die Handykamera seine eigene Leiche sieht – warum zieht man später genau denselben Pullover an, den man darin getragen hat? Das titelgebende „Cellphone“ ist ohnehin nur ein albernes Gimmick ohne echte Relevanz. Kann wenigstens der Cast punkten? Nö. Whitney Noble ist eine furchtbare Hauptdarstellerin, die ihrem Charakter nicht den geringsten Hauch von Glaubwürdigkeit verleiht. Und Justin Malik Jackson spielt wohl einen der anstrengendsten Horrorfilmcharaktere der letzten Jahre.

Cellphone Film 2024
Cellphone ©Lighthouse Home Entertainment

Fazit

Neunzig Minuten auf TikTok zu scrollen ist besser für die Gehirnzellen. „Cellphone“ ist eine filmische Katastrophe – von der Kameraarbeit bis hin zum Schauspiel funktioniert hier rein gar nichts!

Bewertung: 0.5 von 5.
Cellphone Film 2024
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