| Titel | Back in Action |
| Genre | Action, Komödie |
| Jahr | 2025 |
| FSK | 12 |
| Regie | Seth Gordon |
Starttermin: 17.01.2025 | Netflix
Wenn das Doppelleben nie endet
Ein stinknormales Familienleben in geordneter Vorstadtidylle, geprägt von Grillpartys in der Nachbarschaft und Schulaufführungen: Das perfekte Happy End nach einer gefährlichen Karriere im Dienst der Spionage. Doch wer die CIA verlässt, trägt die Schatten der Vergangenheit stets bei sich – eine Weisheit, die das Blockbusterkino seit vielen Jahren bis zum Erbrechen durchexerziert. Was nach dem genügsamen Ende einer rasanten Geschichte klingt, ist meist erst der Startschuss familienfreundlicher Action-Unterhaltung – so auch im Star-besetzten Netflix Original “Back in Action”, das einmal mehr zeigt, dass das Doppelleben auch nach dem aktiven Dienst nie wirklich endet!

Und darum geht es…
Emily (Cameron Diaz) und Matt (Jamie Foxx) führen ein scheinbar perfektes Leben in der Vorstadt, wo sie sich mit ihren beiden Kindern Alice (McKenna Roberts) und Leo (Rylan Jackson) ein ruhiges Familienidyll aufgebaut haben. Doch hinter der friedlichen Fassade verbergen die beiden ein gut gehütetes Geheimnis: Vor fünfzehn Jahren kehrten sie der gefährlichen Welt der CIA den Rücken, um sich ganz ihrer Familie zu widmen. Als ihre Tarnung plötzlich auffliegt, werden sie zurück in die zwielichtige Welt der Spionage katapultiert. Um ihre Kinder zu schützen, müssen Emily und Matt ihre alten Fähigkeiten reaktivieren und sich ihrer gefährlichen Vergangenheit stellen!

Zurück zu bekannten Schemata
“Back in Action” – das gilt auch für Cameron Diaz, die sich rund zehn Jahre nach ihrem Engagement in der schlüfrigen Komödie “Sex Tape”, an der Seite von HIMYM-Star Jason Segel, erstmals wieder vor der Kamera blicken lässt. Wieso die “Verrückt nach Mary”-Darstellerin ihr cineastisches Fasten ausgerechnet mit einer hanebüchenen Fließbandproduktion wie “Back in Action” bricht, lässt sich in Anbetracht der ausgelutschten Erzählung jedoch kaum nachvollziehen. Diese nämlich entpuppt sich als formelhafte Actionkomödie der übelsten Sorte. Streng nach Vorschrift, um kein Klischee verlegen und eindimensional auf allen Ebenen, hangelt sich der namhaft besetzte Netflix Film überraschungsarm durch die Schablone einer jeden humoristisch angehauchten Spionage-Geschichte und lässt dabei ganz beiläufig auch noch jegliches Gag-Potenzial ungenutzt am Wegesrand liegen. Spaß macht das keinen – trotz hochkarätigem Cast.

Obwohl Jamie Foxx (“Day Shift”) alleine aufgrund seines gottgegebenen Charismas, bisher noch jede noch so platte Geschichte bereichern konnte, muss sich selbst ein spielfreudiger Darsteller wie er dem uninspirierten Skript geschlagen geben, während Glenn Close (“The Deliverance”) und Andrew Scott (“All Of Us Strangers”) in den Nebenrollen gar nicht erst die Möglichkeit bekommen, etwas von ihrer Vielseitigkeit offenzulegen. Dabei ist “Back in Action” nicht einmal ärgerlich, oder gar stümperhaft schlecht, sondern einfach nur im höchsten Maße belanglos und fade. Frei von Charisma, Esprit, Spannung – und dadurch umso frustrierender. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die handgemachte Action eine ganze Weile lang sogar durchaus fähig, wenn auch unaufgeregt, choreografiert und inszeniert ist. Stattdessen verschwimmen sie im Nichts, während der Film weiterhin stur seiner ideenlosen Formel folgt und jegliche Bemühung um Originalität im Keim erstickt.

Fazit
Rückkehr in eine Welt voller Klischees: “Back in Action” enttäuscht in seiner Eigenschaft als kurzweiliger Action-Spaß auf ganzer Linie!

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