| Titel | Hundehügel |
| Genre | Krimi, Thriller |
| Jahr | 2025 |
| FSK | 16 |
| Regie | Piotr Domalewski |
Starttermin: 08.01.2025 | Netflix
Heimkehr in die Dunkelheit
Ein Schriftsteller kehrt heim, eine Autorin stellt sich der Vergangenheit – ein Motiv, das so alt ist wie die Geschichten selbst. Doch in Thrillern und Kriminalgeschichten bedeutet diese Rückkehr selten Trost oder Freude. Vielmehr ist sie ein Schritt zurück in die Schatten der Vergangenheit. Wo Kindheitsfreundschaften und vertraute Gesichter locken, lauern auch längst vergessene Geheimnisse, die mit jedem weiteren Schritt ein Stück näher ans Tageslicht drängen. Die Heimkehr als Konfrontation mit sich selbst dient auch der polnischen Miniserie “Hundehügel” als Leitfaden – und die gibt es ab heute exklusiv auf Netflix zu streamen!

Und darum geht es…
Der erfolgreiche Schriftsteller Mikołaj Głowacki (Mateusz Kościukiewicz) kehrt mit seiner Frau Justyna (Jaśmina Polak) in seine Heimatstadt Zybork zurück, um den Geburtstag seines Vaters Tomasz (Robert Więckiewicz) zu feiern. Doch die Idylle der Kleinstadt trügt: Eine Reihe bizarrer Morde und seltsamer Ereignisse erschüttert die Gemeinde. Während Mikołaj tiefer in die dunklen Geheimnisse der Bewohner*innen eintaucht, wird ihm klar, dass die Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Wahrheit, die sich ihm offenbart, ist erschreckender, als er es je erwartet hätte.

Unser Fazit nach den ersten beiden Episoden
Basiert auf dem Bestseller des polnischen Autors Jakub Żulczyk taucht „Hundehügel“ ein in eine dunkle Welt aus ungelösten Traumata, begleitet von einem rätselhaften Mord, der, je näher man der Wahrheit kommt, mehr und mehr Parallelen zu einem tragischen Vorfall aus der Vergangenheit aufweist. Wie bei vielen artgleichen Genreprodukution vor ihr darf auch in der Netflix Serie “Hundehügel” ein dysfunktionales Familiengefüge nicht fehlen, als Schauplatz einer betont düster Kriminalgeschichte, mit ungewissem Ausgang. Statt das Publikum jedoch hinreichend mit Informationen zu bedienen, um das Mysterium als spannendes Rätselspiel zu gestalten, verwehrt sich die Miniserie der bedauerlicherweise zur Regel gewordenen Cliffhanger-Strategie und entscheidet sich bewusst gegen etwaige billige Trick, um die lediglich minimale Auffassungsgabe verlangenden Sehgewohnheiten zu befriedigen.

Einerseits angenehm entschleunigt, andererseits etwas zu spärlich, wenn es darum geht, die Zuschauerschaft mit dem Streuen von Brotkrumen auf die richtige Fährte zu locken, wirkt “Hundehügel” etwas schwerfällig in der Erzählweise. Sowohl das familiäre Drama, als auch Mikołaj Vergangenheitsbewältigung bleiben während den ersten beiden Episoden eher Behauptung. Auch die Mördersuche, die sich am Rande abspielt und selbst da von einem innergemeindlichen Zwiespalt noch weiter abgedrängt wird, scheint etwas zu lang zu stagnieren. Wenn es “Hundehügel” gelingt, das bis dato eher oberflächliche Fragenstellen zufriedenstellend aufzulösen, hat das polnische Crime-Drama tatsächlich gute Chancen, doch noch bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Atmosphäre jedenfalls stimmt – fehlt nur noch das Pay-off!

Prognose
„Hundehügel“ überzeugt mit düsterer Atmosphäre und entschleunigtem Erzählen, krankt jedoch an oberflächlichen Fragen und stagnierender Spannung – mit Potenzial für eine befriedigende Auflösung!

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