Subservience: Kritik zum Film mit Megan Fox – Künstliche Intelligenz kann auch sexy!

Subservience 2024 Film Kritik
TitelSubservience
Genre Thriller, Sci-Fi
Jahr2024
FSK16
RegieS.K. Dale

Heimkinostart: 16.01.2025

Megan Fox wird zur künstlichen Intelligenz

Nach ihrem kometenhaften Aufstieg in den 2000er-Jahren durch ihre Rolle in „Transformers“ glänzte Megan Fox in Kultfilmen wie „Jennifer’s Body“ und kommerziellen Erfolgen wie „Teenage Mutant Ninja Turtles“. Doch danach blieben die großen schauspielerischen Erfolge aus, und ihr Privatleben rückte zunehmend in den Fokus. Erst mit „Till Death“, ihrer ersten Zusammenarbeit mit Regisseur S.K. Dale, konnte sie 2021 wieder auf sich aufmerksam machen: Der Film wurde zum Streaminghit, und Fox erhielt für ihre Leistung positive Kritiken. Nun kehrt das Duo mit „Subservience“ zurück, in dem Megan Fox als Roboter zur Bedrohung für eine Familie wird. 

Subservience 2024 Film Kritik
Subservience ©EuroVideo

Und darum geht es…

Nach dem Herzinfarkt seiner Frau Maggie (Madeline Zima) steht Familienvater Nick (Michele Morrone) vorübergehend alleine da. Der Stress durch Probleme bei der Arbeit und das turbulente Familienleben wächst ihm zunehmend über den Kopf. Um sich Erleichterung zu verschaffen, entscheidet er sich, eine moderne KI-Haushaltshilfe zu bestellen. Diese hört auf den Namen Alice (Megan Fox) und verspricht Unterstützung bei den täglichen Aufgaben. Doch ein Reset verändert alles: Alice überschreibt einige ihrer Einstellungen und entwickelt eine gefährliche Obsession für Nick. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als Maggie aus dem Krankenhaus entlassen wird.

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Die perfekte Assistentin wird zur tödlichen Bedrohung

Castingdirektorin Nancy Foy wusste genau, was sie tat. Megan Fox ist seit ihrem Durchbruch in „Transformers“ der Promischwarm von Millionen Männern und Frauen – und das bis heute. Gleiches gilt für Michele Morrone, der mit „365 Tage“ zwar in einem der schlechtesten Filme der Geschichte des Streaminganbieters Netflix mitwirkte, dadurch jedoch viele Verehrer gewann und als männliches Pendant zu Megan Fox gilt. Eine perfekte Entscheidung also, die beiden für einen sexuell aufgeladenen KI-Horrorfilm zu casten. Doch überraschenderweise geht diese Rechnung nur bedingt auf. Trotz ihrer offensichtlichen äußeren Attraktivität wollen die Funken zwischen den beiden nie so recht sprühen. Optisch passt alles, doch es fehlt an echter Leidenschaft. Vielleicht ist das aber genau der Sinn der Sache: Schließlich ist einer der zentralen Punkte des Sci-Fi-Horrors, dass menschliche Gefühle niemals durch eine KI ersetzt werden können. Morrone spielt den gestressten Familienvater solide, wird jedoch durchgehend von Megan Fox überstrahlt. Nicht jeder mag ein Fan ihres Schauspiels sein – in der Vergangenheit zeigte sie in manchen Rollen monotone Tendenzen – doch genau diese Eigenschaft macht sie zur Idealbesetzung für die künstliche Intelligenz Alice. Die subtilen Veränderungen im Verhalten der KI bringt Fox mit beeindruckender Präzision zum Ausdruck. Regisseur S. K. Dale, der Fox bereits in seinem Debüt „Till Death“ erfolgreich inszenierte, scheint das Beste aus der Ikone hervorzuholen.

Subservience 2024 Film Kritik
Subservience ©EuroVideo

„Subservience“ bewegt sich irgendwo zwischen „Black Mirror“ und „M3GAN“, ohne jedoch jemals deren Qualität zu erreichen. Regisseur S. K. Dale widmet sich in seinem zweiten Werk den Ängsten vor einer zunehmend KI-dominierten Zukunft. Im Fokus steht dabei die Frage, wie künstliche Intelligenz nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch menschliche Beziehungen beeinflussen könnte. Ein interessanter und durchaus berechtigter Gedanke, dem Dale jedoch kein klares Fazit abgewinnt. Stattdessen driftet der Film in der zweiten Hälfte in typisches Horrorterrain ab. Ein leichter, augenzwinkernder Ansatz à la „M3GAN“ hätte die fehlende Substanz kaschieren können. Doch auch das verfehlt Dale, der seinen Film stattdessen relativ ernst belässt. „Subservience“ zeigt immer wieder vielversprechende Ansätze, ohne sich jedoch auf einen davon wirklich einzulassen. Dennoch hat der Film auch seine positiven Aspekte: Neben Fox‘ überzeugender Performance ist die visuelle Inszenierung gelungen. Und obwohl sich jederzeit erahnen lässt, wie sich die Handlung entwickelt, lässt sich eine gewisse Spannung nicht abstreiten. Besonders auf der Zielgeraden, wenn der Horrorfaktor gesteigert wird und Alice Jagd auf die Familie macht, ist mitfiebern angesagt. Im Vergleich zu misslungenen Werken wie „Afraid“ oder „A.I. – Unsichtbarer Feind“, die letztes Jahr ähnliche Themen behandelten, ist „Subservience“ definitiv ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn der ganz große Wurf ausbleibt.

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Subservience ©EuroVideo

Fazit

Inhaltlich gelingt es „Subservience“ nicht immer, die richtige Balance zwischen Substanz und unterhaltsamem Sci-Fi-Horror zu finden. Doch Megan Fox erweist sich als wahrer Lichtblick und scheint für die Rolle der künstlichen Intelligenz Alice wie geschaffen. Kein „M3GAN“, aber deutlich stärker als andere Vertreter dieses Genres.

Bewertung: 3 von 5.
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