| Titel | Summer Camp |
| Genre | Komödie, Drama |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 12 |
| Regie | Josh Yunis |
Heimkinostart: 22.08.2024
Sommerferien mit Joey King
Der Sommer, betrachtet durch Teenager*innen-Augen: Eine Zeit voller intensiver Gefühle und endloser Möglichkeiten, in der Freiheit nicht nur ein Konzept, sondern gelebte Realität ist. Die Welt fühlt sich riesig an, jeder Tag bringt neue Abenteuer, Entdeckungen – und natürlich auch die Liebe ans Tageslicht. Die Unsicherheit und das Kribbeln im Bauch, wenn die Hand des heimlichen Schwarms, keinen Fingerbreit entfernt von der eigenen liegt, begleitet von diesem süßen Schmerz; eine Mischung aus Angst und Freude, die das Herz höher schlagen lässt. Unvergesslich! Zum Glück gibt es Filme, denen es gelingt, egal wie weit diese Zeit zurückliegt, jenen Emotions-Cocktail wieder aufleben zu lassen – “Summer Camp” ist keiner davon…

Und darum geht es…
Für Sarah (Joey King), Ivan (Nolan Gould), Maya (Mychala Lee), Lily (Sierra McCormick) und Angela (Annalise Basso) ist es das letzte Jahr, dass sie gemeinsam im alljährlich stattfindenden Sommercamp zusammenfinden. Das muss natürlich gebührend gefeiert – und vor allem vollumfänglich ausgenutzt werden. Also wird geflirtet, was das Zeug hält, um den Sommer in vollen Zügen zu genießen – ganz zum Leidwesen der überforderten Camp-Belegschaft. Doch wo große Gefühle und überkochende Hormone aufeinandertreffen, da sind auch Streitigkeiten und Probleme nicht weit…

Hornbrillen und Herzschmerz: Das Sommercamp der Stereotypen
Das Sommercamp lädt ein zum großen Schaulaufen der Stereotypen. Ein Ort an dem die geltungsbedürftige Außenseiterin mit Hornbrille, das schöne neue Mädchen, das allen den Kopf verdreht und der chauvinistische Schürzenjäger mit Ego-Problemen aufeinandertreffen, um den gängigen Konventionen des Teeniefilms zu frönen. Wenn sich “Summercamp” bereits in den ersten Minuten, entgegen des Indie-Charm vermuten lassenden Looks, als lieblose Coming-of-Age–Comedy entpuppt, war es das schnell mit der erhofft vielschichtigen Betrachtungsweise der facettenreichen Zeit der Adoleszenz.

Orientierungslos zwischen komisch gemeinten, höchstens albernen Gags, halbgar aufbereiteten Teenager*innen-Problemchen und den vergeblichen Bemühungen verflogene Sommergefühle wieder aufleben zu lassen, fristet “Summer Camp” ein trostloses, so rein gar nicht lebensfrohes Dasein auf “American Pie”-Heimkino-Fortsetzungs-Niveau – nur ohne selbstzweckhafter Nacktheit und Alkoholexszessen. Die euphorische Rückbesinnung auf die eigene Jugend und das damit einhergehende Gefühl von Freiheit und Entdeckertum lässt auf sich warten. Dafür ist die Coming-of-Age-Geschichte viel zu aufgesetzt, vorhersehbar und oberflächlich. Mit unsympathischen Figuren, ungelenkem Schnitt und austauschbarem Cast – Joey King („A Family Affair“, “The Princess”) eingeschlossen.

Fazit
„Summer Camp“ scheitert als Coming-of-Age-Komödie mit klischeehaften Charakteren und albernen Gags. Die erwartete Tiefe und das Gefühl jugendlicher Freiheit bleiben aus; der Film bleibt vorhersehbar und oberflächlich.


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