Farben des Bösen: Rot

Farben des Bösen: Rot Netflix Film
TitelFarben des Bösen: Rot
Genre Krimi, Thriller
Jahr2024
FSK16
RegieAdrian Panek

Starttermin: 29.05.2024 | Netflix

Ein rotes Tuch für Thriller-Fans

Grün ist die Farbe der Hoffnung, Gelb, die des Neids, Blau symbolisiert die Hoffnung – und Rot? Rot ist die Farbe der Liebe. Zumindest für die mehrheitliche Bevölkerung. Geht es nach Adrian Panek steht Rot jedoch für etwas anderes – für das Böse. Doch abgesehen vom Titel seinem Ermittlungsthriller “Farben des Bösen: Rot”, den es ab dem 29. Mai 2024 exklusiv auf Netflix zu sehen gibt, wird dem Motiv der Farben weder inszenatorisch noch inhaltlich eine Bedeutung zugeschrieben – und auch sonst erweist sich das polnische Netflix Original regelrecht als graues Mäuschen unter den Thrillers.

Farben des Bösen: Rot Netflix Film
Farben des Bösen: Rot ©przemo paczkowski / Netflix

Und darum geht es…

Als die verstümmelte Leiche einer der jungen Barkeeperin Monika (Zofia Jastrzębska) am Strand einer gut besuchten Touristengegend angeschwemmt wird, zieht der makabere Fund nicht nur das Interesse der Polizei, sondern auch die des Staatsanwalts Leopold Bilski (Jakub Gierszal) auf sich. Dass dem Opfer die Lippen abgetrennt wurden, erinnert an einen Fall, der bereits vor geraumer Zeit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zog. Gemeinsam mit Richterin Helena Bogucka (Maja Ostaszewska), der Mutter der Toten, begibt sich Leopold auf Spurensuche und gerät dabei immer tiefer in ein undurchsichtiges Gestrüpp aus Kriminalität, Lügen und Verschleierung.

Farben des Bösen: Rot ©przemo paczkowski / Netflix

Ein Netflix-Thriller von der StangE

Nach einem stimmungsvollen Auftakt, der die Kriminalgeschichte sogleich mit einem übel zugerichteten Leichnam eröffnet, entwickelt sich “Farben des Bösen: Rot” anders als es die Prämisse vermuten lässt, zunehmend zu einem austauschbaren Ermittlungsthriller durch die kriminellen Machenschaften der urbanen Unterwelt. Während Staatsanwalt Leopold Bilski bei der Killersuche gleichzeitig noch einem Verbrecherring auf die Schliche kommt, darf sich die später dann tote Monika in ihrer Rückblende in eben jenem Milieu langsam Richtung eigene Ermordung hervor arbeiten. Eine echte Bedrohung, die die Spannung aufrechterhalten könnte, lässt Regisseur Adrian Panek dabei vollständig vermissen.

Farben des Bösen: Rot Netflix Film
Farben des Bösen: Rot ©przemo paczkowski / Netflix

In “Farben des Bösen: Rot” gilt es nicht, eine rasch voranschreitende Mordserie zu stoppen, sondern einzig und alleine das Mysterium um Monikas Tod aufzuklären. Kein Wettlauf gegen die Zeit, keine spürbare Gefahr, keine Dringlichkeit – stattdessen begleitet das Publikum einen profillosen Protagonisten bei einer überraschungsarmen Beweismittel-Odyssee, die einerseits kaum vom Fleck kommt und andererseits viel zu vorhersehbar gestaltet ist, um zum Mitfiebern einzuladen. Darstellerisch solide und unauffällig, aber okay gefilmt, dümpelt “Farben des Bösen: Rot” so über eineinhalb Stunden unspektakulär vor sich hin, ehe die Auflösung, kurz vor dem Abspann, das generische Treiben zu einem unbefriedigenden Ende bringt.

Farben des Bösen: Rot Netflix Film
Farben des Bösen: Rot ©przemo paczkowski / Netflix

Fazit

Spannungsarme Mördersuche auf Netflix. „Farben des Bösen: Rot“ reiht sich nahtlos in die lange Liste aus missglückten Netflix-Thrillern ein!

Bewertung: 1 von 5.
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