| Titel | The Beekeeper |
| Genre | Thriller, Action |
| Jahr | 2024 |
| FSK | 18 |
| Regie | David Ayer |
Heimkinostart: 26.04.24024
Stoischer Statham sticht Schurken
Regisseur David Ayer („End of Watch“, „Herz aus Stahl“, „Suicide Squad“) und Drehbuchautor Kurt Wimmer („Equilibrium“) haben sich zusammengeschlossen, um Jason Statham eine Rolle zu verpassen, die ihm wie auf dem Leim geschrieben zu sein scheint. Dass der sportliche Brite auch mit seinen mittlerweile 56 Jahren noch zu den gefragtesten Actiondarstellern gehört, beweist er erneut im spaßigen Action-Rachethriller „The Beekeeper“. Fernab von Logik kommt der überzeichnete Old-School-Film mit handgemachter Action und saftigen Sprüchen daher. Ein klassischer Fall von Hirn raus, Popcorn rein.

Und darum geht es…
Adam Clay (Jason Statham) führt ein unscheinbares Dasein als Imker („The Beekeeper“) in einer Scheune, die Eloise Parker (Phylicia Rashad) gehört, die als Opfer eines Phishing-Betruges um 2 Millionen US-Dollar, welches eigentlich ihrer Wohltätigkeitsstiftung gehört, erleichtert wird. Eloise begeht daraufhin Selbstmord und der Verdacht fällt zunächst auf Clay. Eloise Tochter, die FBI-Agentin Verona (Emmy Raver-Lampman) informiert Clay über die schwer ausfindig zu machende Betrügerbande. Clay lässt daraufhin seine ehemaligen Kontakte spielen, eine Geheimorganisation von Beekeepers, um die Schuldigen ausfindig zu machen. Ein gnadenloser Rachefeldzug beginnt, der bis in höchste Politikerkreise geht.


Gerechtigkeit mit allen Mitteln, und null Logik
Dass der Tod einer geliebten Person nur als Grundgerüst für zerstörungswütige Rache dient, dürfte Genreliebhabern allzu bekannt sein. Und bei „The Beekeeper“ ist es weniger der Tiefgang, der mitreißt, sondern vielmehr die Umsetzung der brutalen, mit Augenzwinkern versehenen Actionszenen. Jason Statham und der Darstellerriege um ihn herum fehlt es zwar an Tiefe und feiner Persönlichkeitszeichnung, selbst gestandene Mimen wie Jeremy Irons bleiben unterfordert, doch wenn man weiß, worauf man sich einlässt, dann sollte dies nicht weiter störend sein, zumal man es hier mit einem klassisch gehaltenen Actionthriller zu tun hat, der handwerklich Top umgesetzten Kampf- und Schießszenen mit einer gehörigen Portion Humor kombiniert. Auch in Sachen Logik oder Gravitation, sollte man das rationale Gehirn abgeschaltet lassen, denn „The Beekeeper“ ist bewusst überzeichnet und gehört zu der Art von Action, die man sich in den 80ern/90ern mehrfach auf Video reingezogen hat, ohne gelangweilt zu werden.

„The Beekeeper“ wird wahrscheinlich nicht unter den Top 10 der besten Actionfilme oder gar der besten Statham-Filme landen, vergnüglich und kurzweilig ist er aber allemal. Das an den Pranger stellen von Abzockerfirmen und betrügerischer Politik und die Allegorie mit den Bienen und ihrer Königin sind bloßes Beiwerk. Wünschenswert wäre es gewesen, wenn Jason Statham nicht den gesamten Film so übermenschlich wirken würde, denn dann könnte man auch mit ihm mitfiebern. So ist Adam Clay nahezu unverwundbar und nimmt es im Alleingang mit ganzen Spezialtrupps auf. Wenn er doch wenigsten mal schwer verwundet werden würde oder gefangen genommen, oder sonst irgendwie sein Leben auf dem Spiel stünde. Aber nein, „The Beekeeper“ bleibt konsequent eine unaufhaltsame Killermaschine. Und genau deshalb macht der Film so großen Spaß.

Fazit
Stumpfe Story, wenig Logik, dafür aber handgemachte und brachiale Action der alten Schule mit flotten Sprüchen und einer beeindruckend in Szene gesetzten Statham-Killermaschine. Ein spaßiges Unterfangen, sofern man sein Hirn nicht allzu sehr anstrengt.


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