Ripper’s Revenge

TitelRipper’s Revenge
Genre Horror
Jahr2023
FSK16
RegieSteve Lawson

Heimkinostart: 23.02.2024

Der Ripper ist zurück

Wahre Verbrechen haben schon immer als beliebte Inspirationsquelle für Filme gedient, insbesondere im Horrorgenre. Der berühmte Fall von Jack the Ripper und die anhaltende Faszination für die ungeklärten Morde haben in der Vergangenheit zahlreiche Zuschauer vor die Leinwände gezogen. Dies zeigt sich sowohl in Verfilmungen aus den 70er- und 80er-Jahren als auch im vielleicht bekanntesten Beispiel, „From Hell“ mit Johnny Depp aus dem Jahr 2001. Steve Lawsons für das Heimkino produzierte Verfilmung „Ripper Untold“ konnte 2021 genug Einnahmen in die Kassen spielen, dass er nun mit „Ripper’s Revenge“ eine Fortsetzung nachlegt.

Ripper’s Revenge ©Lighthouse Home Entertainment

Und darum geht es…

Ein Jahr ist vergangen, seit die berüchtigten Ripper-Morde die Stadt erschüttert haben. Der Täter wurde nie gefasst, und die Karriere des Journalisten Sebastian Stubb (gespielt von Chris Bell) befindet sich in einer Abwärtsspirale. Die Beziehung zu seiner Freundin Iris (dargestellt von Rachel Warren) ist angespannt, und finanzielle Schwierigkeiten belasten ihn. Plötzlich beginnen die Morde erneut, begleitet von rätselhaften Briefen, die an Stubb gerichtet sind. Steckt ein Nachahmungstäter dahinter, oder ist der Ripper etwa zurückgekehrt?

Ripper’s Revenge ©Lighthouse Home Entertainment

Eine neue Interpretation der Ripper-Morde

Im Jahr 2021 präsentierte Regisseur Steve Lawson mit „Ripper Untold“ seine eigene Interpretation der berüchtigten „Jack the Ripper“-Morde. Offenbar konnte er genügend Fans für sich gewinnen, um nun mit „Ripper’s Revenge“ eine Fortsetzung auf den Markt zu bringen. Die Frage bleibt jedoch, wie dies gelungen ist, da bereits der erste Teil als äußerst zahm und wenig überraschend daherkam. Leider schafft es die Fortsetzung nur in geringem Maße, die Mängel zu beheben. Erneut wirkt die Inszenierung wenig authentisch. Weder die Schauspieler, die Kostüme noch die spärlichen Schauplätze vermitteln das Gefühl, tatsächlich im Jahr 1889 zu sein. Chris Bell, der bereits im ersten Teil eine Rolle spielte, steht nun im Zentrum der Handlung. Obwohl er schauspielerisch überzeugend agiert, vermag er den Film nicht aus dem Mittelmaß herauszuheben.

Ripper’s Revenge ©Lighthouse Home Entertainment

Auch wenn man einen Teil der Auflösung bereits relativ früh erahnen kann, präsentiert die erste Hälfte des Films durchaus Potenzial und zieht den Zuschauer geschickt in das Mysterium der Ripper-Morde hinein. Dies resultiert hauptsächlich daraus, dass man sich weniger streng an Fakten orientiert und stattdessen eigene narrative Wege einschlägt, wobei Jack the Ripper lediglich als Inspirationsquelle dient. Obwohl dies storytechnisch einen größeren Spielraum ermöglicht, wird dieser bedauerlicherweise nur in begrenztem Maße genutzt. In der zweiten Hälfte dominiert nahezu ausschließlich dialoglastige Exposition, wobei eine Wendung nach der anderen reingehauen wird. Leider vermag keine davon wirklich zu überzeugen und trägt stattdessen dazu bei, den Film überladen wirken zu lassen.

Ripper’s Revenge ©Lighthouse Home Entertainment

Fazit

„Ripper’s Revenge“ verwendet die berüchtigten Ripper-Morde lediglich als Ausgangspunkt und entwickelt dann seine eigene Handlung. Dieser Ansatz funktioniert anfänglich recht gut, verliert jedoch gegen Ende an Wirksamkeit und wirkt deutlich überladen.

Bewertung: 2 von 5.

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