Jahresrückblick 2023: Die schlechtesten Filme des Jahres – Chrischas Flop 10
Wer kennt sie nicht? Diese eine unscheinbare Pistazie, die, sobald man sie zwischen den Backenzähnen zerkleinert, plötzlich den gesamten Mundraum mit einem muffigen Geschmack kontaminiert? Jede Tüte, der eigentlich schmackhaften mandelförmigen Köstlichkeit, enthält mindestens eine davon. Mit den nachfolgenden Flops verhält es sich ähnlich: Wer nicht aufpasst, erwischt unweigerlich auch einmal einen Film, der einem den ganzen Spaß am Filmeschauen zu verderben droht!
Platz 10 – King of Killers

Das Aufeinandertreffen der Auftragsmörder*innen im Low Buget-Thriller „King of Killers“ gestaltet sich jedoch etwas anders als gedacht. Statt knackig inszenierter Action erwartet das Publikum zunächst einmal ein nicht enden wollender, inhaltsloser Dialog-Schwall oberflächlicher Figuren.
Platz 09 – Out of the Blue

In „Out of the Blue“ darf es „Inglourious Basterds“-Darstellerin Diane Kruger nun ihren Kolleg*innen gleichtun und sich ebenfalls der Leidenschaft eines knisternden Erotikthrillers hingegen – zumindest auf dem Papier. Einen Gefallen tut sich die aus Deutschland stammende Schauspielerin damit nicht. Der vollkommen aus der Zeit gefallene Film entpuppt sich als filmgewordener Drei-Groschen-Roman, der jegliches filmisches Handwerk vermissen lässt.
Platz 08 – Krieg der Welt: Der Angriff

Neben der Low-Buget-Gurke „Krieg der Welten: Der Angriff“ wirkt selbst Steven Spielbergs höchstens mittelprächtige Interpretation von H.G. Welles Sci-Fi-Klassiker „Krieg der Welten” wie eine filmische Offenbarung!
Platz 07 – El Tigre – Heißes Blut

Würde sich „El Tigre – Heißes Blut“ nicht so lange in geschmacklosen Altherren-Fantasie suhlen, in der sich die argentinische Schönheit Eva De Dominici meist nackt durchs Bild räkelt, hätte sich das Thema Midlife-Crisis als Charakterstudie über fragile Männlichkeit und das Älterwerden hervorragend angeboten. Abgesehen vom konsequenten Schlussakt, will Regisseur Hernán Belón davon jedoch lange Zeit nichts wissen.
Platz 06 – Winnie the Pooh: Blood and Honey

Wenn nach wenigen Minuten eine scheußlich gestaltete Titelsequenz, die eigentliche, nennen wir es mal „Handlung“ einleitet, wird der Plot um Christopher Robin, der plötzlich zum Opfer seiner ehemals besten Freunde wird, vorerst ad acta gelegt – und das zugunsten eines noch viel unspektakuläreren generischen Torture Porns.
Platz 05 – New York Confidental

Ein Leben zwischen Einsamkeit, Stripperinnen, Alkohol, Drogen und finstere Gedanken: Die händeringenden Bemühungen seine zwei Protagonisten als knallharte, abgebrannte Cops zu etablieren, geht nach hinten los und offenbart ein Sammelsurium nahezu parodistischer Klischees mit unfreiwillig komischer Wirkung, was durch die deplatzierten, pseudo-coolen Off-Kommentare noch einmal verstärkt wird.
Platz 04 – Split Desires

Auch wenn sich die offizielle Inhaltsangabe eher bedeckt hält, macht der Erotikthriller selbst keinen großen Hehl daraus, worum es in „Split Desires – Dunkle Triebe“ eigentlich geht: Dissoziative Identitätsstörung. Nakata nutzt die multiplen Persönlichkeiten seiner Protagonistin ohnehin ausschließlich als Multiplikator für nackte Frauenbrüste, weshalb diese Information höchstens ein Spoiler für die Anzahl zur Schau gestellter sekundärer, weiblicher Geschlechtsmerkmale ist – und nicht etwa für die eigentliche Geschichte.
Platz 03 – Slayers

Während sich „Slayers“ selbst nie im Klaren darüber zu sein scheint, ob er sich nun an die Generation TikTok richten, oder diese doch lieber parodistisch aufs Korn nehmen möchte, hat das Publikum noch bevor es sich mit dem inhaltlichen Chaos auseinandersetzen kann, mit der äußeren Form zu kämpfen. Das beginnt bereits bei der anstrengenden und dilettantischen Inszenierung, die thematisch sogar irgendwie passend an die ersten Gehversuche einer heranwachsenden YouTuber*in erinnert.
Platz 02 – Storm’s Prey

Bühne frei für Dr. Carl Highstrom! Sturmjäger, Reality-TV-Star, Serienkiller – und was für einer! Dieser begründet sein tödliches Treiben nämlich damit, dass seine Opfer die Gefahr eines Sturms nicht ernst genug nehmen, ergo trotz Wahrnehmung in ihren Häusern verweilen, und lässt sie deswegen auf unspektakuläre Art und Weise aus dem Leben scheiden. Klingt komisch? Ist es auch!
Platz 01 – Skinamarink

Wer mit der reduzierten Rauschebildern von “Paranormal Activity” bereits seine Probleme hatte, tritt beim No-Budget-Gruselfilm “Skinamarink” seinen Nemesis gegenüber. Wieso die quasi ohne Handlung auskommende Abfolge wahllos abgefilmter Innenräume derart gute Kritiken einfahren konnte, bleibt schleierhaft.
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