Jahresrückblick 2023: Die besten Filme des Jahres – Davids Top 10
In der Auflistung fehlen „Barbie“ und „Oppenheimer“, weil sie mir trotz übermäßigen Hypes am wenigsten zugesagt haben. Allgemein war es schwierig eine Bestenliste zusammenzustellen bei der Menge an verschiedenen Genres und Geschmäckern und deshalb wurde die Liste nach dem Kriterium „Hat mich super unterhalten, würde ich mir immer wieder ansehen“ erstellt.
Platz 10 – River

Wem „Beyond the Infinite Two Minutes“ gefallen hat, wird auch bei diesem Zwei-Minuten-Experiment seine Freude haben. Die Macher bieten ein ähnliches Konzept wie im Vorgängerfilm, schlagen jedoch eine andere Richtung ein. Diesmal sind die Figuren in einem Ferienort in einer zweiminütigen Zeitschleife gefangen und erinnern sich bei jedem Zurücksetzten daran, was den Großteil der Unterhaltung ausmacht. Ein bezaubernd-origineller Film, der keine großen Actionszenen oder Spezialeffekte bietet und dennoch zu einem der besten Filme des Jahres gezählt werden kann.
Platz 09 – The Childe – Chase of Madness

Ein weiterer Top-Actionthriller aus Südkorea, der bedauerlicherweise in der Geheimtipp-Abteilung verweilt, während Hollywoodschrott in den höchsten Tönen gelobt wird. „The Childe – Chase of Madness“ verdient definitiv größere Aufmerksamkeit, denn es handelt sich hierbei um einen hochwertigen, spannend und temporeich inszenierten Thriller, mit interessanten Charakteren, besonders Kim Seon-ho als charismatisch-undurchschaubarer Auftragskiller mit geheimer Agenda.
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Platz 08 – Kill Boksoon

Mama, die Killerin. Derart kurz und knapp lässt sich „Kill Boksoon“ beschreiben und man würde dahinter einen generischen B-Actioner vermuten, doch Fehlanzeige! Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die südkoreanische Filmwelt das europäische und amerikanische Kino zu übertrumpfen weiß, was Stil, Action, Spannung, und Charakterzeichnung angeht, und genau deshalb verlangt man als Filmfan mehr vom Koreaimport als bloß Samsung-Geräte. Exzellente Martial-Arts-Einlagen und Schießereien, eine fein gezeichnete Mutter-Tochter-Beziehung, und eine Liebesgeschichte – das alles bietet „Kill Boksoon“ und stellt das jüngste „John Wick“-Abenteuer samt seiner Vorgänger weit hinter sich.
Platz 07 – Deep Sea

Der chinesische Animationsfilm ist eine Wucht und stellt sämtliche US-Animationsfilme und japanische Animes der vergangenen Jahre in den Schatten durch eine skurrile und wirbelfarbenfrohe 3D-Unterwasserreise im ruhigen Erzählfluss, mit Experimentierfreude und düsteren Elementen, um ein junges Mädchen, die ihre Mutter vermisst und sich tief ins Meer träumt, wo sie auf einen exzentrischen Koch und Fantasiewesen trifft. Eine Mehrfachsichtung lohnt sich, um die Fülle an Details zu erfassen.
Platz 06 – Guardians of the Galaxy Vol. 3

Ein Marvel-Beitrag, der uns durch Eigenwilligkeit und klare Abgrenzung zu den Mustern der MCU-Reihe eine unterhaltsame finale Reise unserer Guardians beschert, bei der es ausnahmsweise nicht um K.I.-Bedrohungen oder Multiversen geht, sondern um Tierexperimente. Auch wenn man den Guardians mehr gemeinsame Leinwandzeit gegönnt hätte, so ist die Story vom im Mittelpunkt gerückten Rocket Racoon einfach herzzerreißend, dass „Guardians of the Galaxy Vol. 3″ sowohl Tierschützer, Marvel-Fans, und Blockbusteraffine zu Tränen rühren weiß. Dennoch hat der Film den für die Guardians-Reihe typischen Humor und einen hörenswerten Soundtrack. Besondere Erwähnung verdient der Bösewicht High Evolutionary, gespielt von Chukwudi Iwuji, der sich unter die Top 5 der besten Marvel-Baddies einreihen kann und mit dem es hoffentlich in irgendeiner Form ein Wiedersehen gibt.
Platz 05 – Spider-Man: Across the Spider-Verse

Die Fortsetzung von „A New Universe“ aka „Into the Spider-Verse“ (2018) bietet, neben seinem einzigartigen Comicstil, wieder einen enorm-visuellen Einfallsreichtum, spaßige Actionszenen, und zahlreiche Anspielungen zugunsten eines vollends zufriedenstellenden Fan-Services. Die jahrelange Arbeit an „Into the Spider-Verse“ hat sich definitiv bezahlt gemacht und kein Spider-Man-Film wird diesen in absehbarer Zeit vom Thron stoßen.
Platz 04 – Jawan

Nach „Pathaan“ glänzte Shah Rukh Khan dieses Jahr erneut in Topform als Ex-Knastdirektor, der mithilfe von Häftlingen gesellschaftliche Missstände zu beseitigen versucht. Dieses einzigartige indische Erlebnis ist ein spektakulär-abgedrehter Wahnsinn aus Action, Thriller, Drama, Romanze, und Musik, der mit viel Übertreibung daherkommt, aber ungemein unterhält. Man muss halt auf Bollywood stehen, um „Jawan“ vollends zu genießen.
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Platz 03 – Pathaan

Dieser erstmals in IMAX gefilmte Bollywood-Beitrag ist ein Genre-Masala in Überlänge mit Non-Stop-Action, Spannung, Humor, und Leinwandrückkehrer Shah Rukh Khan, der sich in seiner Rolle als titelgebender Agent im späten Alter als Actionheld etabliert. „Pathaan“ setzt gleichzeitig auf CGI und Handarbeit und bietet hammermäßige Action, die problemlos mit „Mission:Impossible – Dead Reckoning (Part 1)“ mithalten kann.
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Platz 02 – Mission: Impossible – Dead Reckoning (Part 1)

Man mag von Tom Cruise halten was man will, doch wenn er abliefert, dann auf bombastische Art. Auch „Mission:Impossible – Dead Reckoning (Part 1)“ schließt sich der diesjährig beliebten K.I.-Thematik an und macht die künstliche Intelligenz zum Hauptgegner. Wie die Protagonisten von der Maschine ausgetrickst werden und diese versuchen zu überlisten, sind nur ein Teil der fesselnden Unterhaltung. Es ist die Action, die mitreißt, besonders die Zugszene im finalen Akt lässt moderne Actionfilme (Marvel und DC inbegriffen) altbacken erscheinen. Die Fortsetzung lässt auf ein noch überwältigenderes Ergebnis hoffen.
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Platz 01 – The Creator

Gareth Edwards („Godzilla“, „Rogue One“) hat es geschafft mit einem Budget von „nur“ 80 Millionen Dollar ein originelles, K.I.-thematisches, und visuell beeindruckendes Sci-Fi-Meisterwerk mit Action, Hirn, und Herz, abseits der Mainstreamsülze rauszubringen. „The Creator“ ist zwar in vielerlei Hinsicht hollywoodmäßig überzogen und nicht frei von Plotholes, bietet dennoch mitreißende Unterhaltung mit sehenswerten Bildern.
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