| Titel | Demonic Activity |
| Genre | Horror |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 16 |
| Regie | Brando Lee |
Heimkinostart: 15.12.2023
Dämonische Besessenheit in Malaysia
Die Thematik der dämonischen Besessenheit ist im Horrorgenre allgegenwärtig und zieht auch heute noch ein großes Publikum an. Viele Menschen sind fasziniert und gleichzeitig verängstigt von der Vorstellung, dass böse Mächte tatsächlich existieren könnten. Allerdings findet man in diesem Subgenre nicht mehr allzu viel Originalität. Umso erfreulicher sind Ausnahmen wie der vor einigen Jahren veröffentlichte „Exorzismus 2.0“ oder der aktuelle argentinische Kritikerliebling „When Evil Lurks“. Mit „Demon Activity“ gesellt sich ein weiterer Film dazu, der mehr zu bieten hat, als der gewöhnliche Titel vermuten lässt.

Und darum geht es…
Medium Jules (Fiona Dourif) begibt sich zusammen mit einem amerikanischen Fernsehteam, bestehend aus paranormalen Ermittlern (Jordan Belfi, Thao Nhu Phan, Randy Wayne und Harris Dickinson), nach Malaysia. Ihr Ziel ist es, einem Ehepaar (Malin Crépin, William Miller) zu helfen, das von übernatürlichen Ereignissen in seinem Haus heimgesucht wird. Das Team sieht sich mit geisterhaften Erscheinungen konfrontiert, die schrecklicher sind als alles, was sie zuvor erlebt haben, und selbst Jules gerät in Bedrängnis. Als die dämonischen Kräfte von ihren Freunden Besitz ergreifen, setzt Jules alles daran, das Böse aufzuhalten und ihre Freunde zu retten.


Und täglich grüßen die Dämonen
Jedes Jahr scheinen etwa zwanzig neue Horrorfilme auf den Markt zu kommen, die sich mit dem überstrapazierten Thema der Besessenheit auseinandersetzen und es kaum schaffen, etwas Frisches zu bieten. Auch „Demon Activity“ erfindet das Genre nicht neu, nutzt jedoch bekannte Genreklischees auf effektive Weise. Gelegentlich entsteht eine unheimliche Atmosphäre, und die Jump-Scares sitzen, auch wenn es etwas ermüdend werden kann, wenn zum dritten Mal derselbe Charakter durch das Haus gezogen wird. In Bezug auf die Handlung bleibt alles beim Alten, mit einem Hauptcharakter, dessen persönliches Trauma in die Haupthandlung eingewoben wird. Doch was soll man sagen, Horror in Verbindung mit Trauma funktioniert einfach immer, und einige Twists gegen Ende sind recht gelungen.

Für eine Produktion mit begrenztem Budget wurde hier ein durchaus solides Ensemble von Schauspielern zusammengestellt. Fiona Dourif (bekannt aus „Chucky“ und „Tenet“) brilliert in der Hauptrolle, und auch Harris Dickinson (bekannt aus „Triangle of Sadness“ und „Der Gesang der Flusskrebse“), der sich in den letzten Jahren langsam zum Liebling Hollywoods entwickelt hat, ist mit von der Partie. Bei den starken Schauspielern blieb wohl nicht mehr viel Budget für die visuellen Effekte übrig. Obwohl die blutigen Szenen größtenteils praktisch umgesetzt wurden und nett anzusehen sind, erinnert das Design der Geister gelegentlich eher an ein einfaches Halloweenkostüm.

Fazit
„Demon Activity“ revolutioniert das Genre nicht und leidet unter einer größtenteils generischen Handlung sowie teilweise durchschnittlichen Effekten. Dennoch überzeugt der Film mit einer soliden Besetzung, interessanten Wendungen und einer Fülle von Gruselmomenten.


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