| Titel | The Winter Witch |
| Genre | Horror |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 16 |
| Regie | Richard John Taylo |
Heimkinostart: 15.12.2023
„The Blair Witch Project“ im Schnee
Auf dem Blu-Ray-Cover heißt es „In der Tradition von ‚The Nun’“ – eine Marketingstrategie, die von vielen kleineren Produktionen genutzt wird, um Fans etablierter Horrorfranchises anzulocken. In diesem Fall erweist sich diese Aussage jedoch als reine Täuschung. Nicht nur handelt ‚The Winter Witch‘, wie der Titel schon verrät, von einer Hexe und nicht von einem Dämon, sondern die beiden Werke haben auch sonst keinerlei Gemeinsamkeiten. Trotzdem stellt sich die Frage: Ist ‚The Winter Witch‘ dennoch einen Blick wert?“

Und darum geht es…
Journalistin Ingrid Hoffman (Rose Hakki) kehrt aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen in ihre Heimatstadt zurück, wo sich schreckliche Ereignisse zugetragen haben: Mehrere Kinder wurden tot im nahegelegenen Wald gefunden. Bei ihrer Ankunft mit ihrer Tochter Eleanor (Evie Hughes) erfahren sie jedoch keine herzliche Begrüßung. Die Einwohner geben Ingrid die Schuld daran, dass die berüchtigte Winterhexe ihre Kinder geholt hat. Gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrer Großmutter Omi (Rula Lenska) begibt sich Ingrid auf eine Reise, um die Wahrheit herauszufinden und die Winterhexe, Frau Perchta, einmal und für alle zu stoppen. In einem Versuch, die düsteren Geschehnisse zu enträtseln, stößt die Familie auf Geheimnisse, die tief in der Geschichte ihrer Heimat verwurzelt sind.


Ein Horrorfilm, der sich selbst auf Eis legt
Wo fängt man am besten an, wenn es um einen Schund wie „The Winter Witch“ geht? Dass der Film den Titel trägt, obwohl er nicht einmal im Winter spielt, ist noch eines der geringsten Probleme. Möglicherweise sollte dies als Rechtfertigung dienen, warum die namensgebende Hexe kaum Screentime erhält, womit zusätzliches Geld für das ohnehin schon mangelhafte CGI eingespart werden konnte. Die schauspielerischen Leistungen präsentieren sich teilweise als absolute Katastrophe. Während die Hauptdarsteller gerade noch akzeptabel sind, fallen die Nebendarsteller in die Kategorie absolut unterirdisch. Und dieser furchtbar billige Blaufilter lässt „Twilight“ wie einen Oscar-Anwärter erscheinen.

Auch die Handlung bietet kaum Substanz. Wieder einmal erleben wir einen Hauptcharakter, der Jahre nach einem traumatischen Ereignis in seine Heimatstadt zurückkehrt. Der Film versucht, Spannung aufzubauen, indem er den Zuschauer schrittweise mit Hintergrunddetails versorgt. Dieser Ansatz kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn er zu einer bedeutenden Entwicklung führt. In diesem Fall erwartet das Publikum jedoch lediglich ein liebloses Finale. Die einzigen beiden positiven Aspekte sind der Musikscore und die beeindruckenden Naturaufnahmen, die bedauerlicherweise an so einem misslungenen Film wie „The Winter Witch“ verschwendet wurden.

Fazit
Trotz eines gelungenen Musikscores und schönen Naturaufnahmen kann nicht verschleiert werden, dass „The Winter Witch“ ansonsten eine absolute Katastrophe ist. Einer der schlechtesten Horrorfilme des Jahres!


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