| Titel | Day Zero |
| Genre | Horror, Action |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 18 |
| Regie | Joey De Guzman |
Heimkinostart: 24.11.2023
Mixed Martial Artist Brandon Vera stellt sich der Zombieapokalypse
Was ist es mit Kampfsportlern im Ruhestand und den Drang sich im Schauspiel zu versuchen? Ob es Dwayne Johnson, John Cena oder Dave Bautista betrifft – sie alle fühlen den Ruf der großen Leinwand, und das mit erheblichem Erfolg. Im Horrorgenre wagte sich bereits in den 2000er Jahren Glenn „Kane“ Jacobs mit durchschnittlichem Erfolg an den Slasher-Film „See No Evil“ und dessen Fortsetzung. Nun stellt sich auch der philippinisch–amerikanische Brandon Vera der Herausforderung und übernimmt die Hauptrolle im Zombiefilm „Day Zero“. Doch kann die Produktion sich positiv aus der Masse der Untoten herausheben?

Und darum geht es…
Der ehemalige Elitesoldat Emon (Brandon Vera) verbüßt seit mehreren Jahren eine Haftstrafe aufgrund einer Gewalttat. In der Zwischenzeit hat er sein Verhalten grundlegend geändert und strebt danach, Konflikte zu vermeiden. Seine Entlassung steht kurz bevor, und er freut sich auf die Aussicht, seine Frau Sheryl (MJ Lastimosa) und seine Tochter Jane (Freya Fury Montierro) wiederzusehen. Als die Gefängnistore eines Tages geöffnet werden, spürt Emon, dass etwas nicht stimmt. Seine Intuition täuscht ihn nicht: Ein Virus ist ausgebrochen und verwandelt die Menschen in aggressive Zombies. Nun hat Emon nur ein Ziel vor Augen – den Untoten zu entkommen und seine Familie zu retten!


In den Philippinen sind die Zombies los!
Das Horrorgenre unterteilt sich in verschiedene Subgenres wie, beispielsweise, Slasher, Sci-Fi-Horror oder Filme über dämonische Besessenheit. Jedoch scheint nichts so häufig anzutreffen zu sein wie Zombiefilme. Jahr für Jahr erscheinen zahlreiche Low-Budget-Produktionen, die sich mit den Untoten auseinandersetzen. Daher gestaltet es sich umso schwieriger, einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Spoiler-Alarm: „Day Zero“ schafft dies leider nicht. Die philippinische Produktion bedient sich in ihrer generischen Handlung bereits dagewesener Filme wie „Project Wolf Hunting“ oder „Train to Busan“ und vernachlässigt dabei, einen eigenen Stempel zu setzen. Spannung wird hier nur in begrenztem Maße geboten, und selbst die sehr kurze Laufzeit von 84 Minuten fühlt sich deutlich länger an.

Die schauspielerischen Leistungen sind bestenfalls durchschnittlich, teilweise sogar unfreiwillig komisch. Brandon Vera ragt jedoch positiv heraus. Der ehemalige Kampfsportler überzeugt in den Actionszenen und wirkt dort, logischerweise, äußerst versiert. Auch in den ruhigeren Familienmomenten zeigt er Talent. Allerdings ist die Familiendynamik eindeutig von einem zuvor erwähnten südkoreanischen Vorbild inspiriert wurde und somit kann man schnell erahnen, worauf die Handlung hinauslaufen wird. Die praktischen Effekte haben zwar ihren Charme und sind angenehm anzusehen, aber werden wahrscheinlich nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Fazit
Aus den Augen, aus dem Sinn! Der philippinische Zombiefilm ist zwar kein totaler Reinfall, bietet jedoch auch keinerlei innovative oder besonders einprägsame Momente.


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