Marry Christmas – Kritik

TitelMarry Christmas – Eine Hochzeit kommt selten allein
Genre Romanze, Komödie
Jahr2023
FSK0
RegieNanea Miyata

Heimkinostart: 24.11.2023

X-Mas-Wedding-Planner

Zur Weihnachtszeit bleiben uns Lebkuchen, Mariah Careys „All I Want For Christmas“, und schmalzige RomComs nicht erspart. Der deutsche Verleihtitel von „Yuletide the knot“ lässt erahnen, um was geht und in was für einer Qualität. „Marry Christmas – Eine Hochzeit kommt selten allein“ von Nanea Miyata bringt der Audience als überpositives Muntermacher-Geschenk in Form einer leichtfüßigen TV-Niveau-Lovestory mit Musicaleinlagen nichts Bezauberndes und wird womöglich bloß anspruchslosen Sippschaften als Wartezeitüberbrückung bis zur Bescherung dienen.

Marry Christmas ©Lighthouse Home Entertainment

Und darum geht es…

Wedding Planner Rachel (Mary Antonini) plant die Weihnachtshochzeit für ein Influencer-Paar und der Braut-Manager, der sie unterstützen soll, ist Logan (Peter Porte), ihr Highschool-Lover, der bei ihr abgeblitzt ist. Alte Gefühle werden neu belebt.

Marry Christmas ©Lighthouse Home Entertainment

Wo bleibt der Weihnachtszauber?

Packt man „Marry Christmas – Eine Hochzeit kommt selten allein“ aus, bekommt man Soap-Gefühlsduseligkeit mit vom unausgereiftem AI-Scriptwriter verfasste Zeilen und schnulzigen Gesangseinlagen. Es herrscht die Art von Atmosphäre, die man sich als frommer Christ von medialer Festtagsstimmung verspricht und weder Spannung, noch Überraschungen geliefert bekommt. „Marry Christmas – Eine Hochzeit kommt selten allein“ fühlt sich an wie ein familiengerechter, simpel gestrickter Weihnachtsfernsehfilm vergangener Tage. Wäre Love-Interest-Logan der Bräutigam, gäbe es mehr Hindernisse, um Plot und Dramatik voranzutreiben, doch Logan ist lediglich der Braut-Manager – und Single, wie Rachel. Dass man es nicht mit einem A-List-Cast und einem Millionenbudget zu tun hat, sieht man auf Anhieb, und dies sollte kein ausschlaggebendes Kriterium für Unterhaltung sein. Doch genau Unterhaltung ist es, die man hier sehnlichst vermisst. 

Marry Christmas ©Lighthouse Home Entertainment

Die Darsteller beantworten durch ihr Schauspiel die Frage, warum sie keinen höheren Bekanntheitsgrad haben. Allesamt dürfen freundlich zueinander sein und kitschige Lines raushauen. Dafür werden die wenigen Gesänge überzeugend performt. Und was am Ende geschieht, kann man sich sogar als Gelegenheitsfilmseher denken. Auch wenn die Absicht auf Rückbesinnung zu traditionellen Werten wie Glaube, Familie, und Liebe mit Weihnachten gerechtfertigt ist und keinerlei Trans, Binar, They, und Them auftauchen, wird „Marry Christmas – Eine Hochzeit kommt selten allein“ selbst bei den konservativen Sehern, trotzt neunzigminütiger Laufzeit für Langeweile sorgen. Da ist man deutlich stimmungsvolle und unaufgesetzte Weihnachtsromanzen gewohnt, die mehr Reviewwörter wert sind als in diesem Beitrag möglich.

Marry Christmas ©Lighthouse Home Entertainment

Fazit

„Marry Christmas – Eine Hochzeit kommt selten allein“ ist schmalzig wie Weihnachtsgebäck, mit ein paar beeindruckenden Gesängen, doch insgesamt fehlen Dramatik und Unterhaltungswert. Alternativ bessere Festtags-RomComs gibt es dagegen zuhauf.

Bewertung: 1 von 5.

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