The Mistress – Kritik

TitelThe Mistress
Genre Horror, Thriller
Jahr2023
FSK16
RegieGreg Pritikin

Heimkinostart: 24.11.2023

Nichts ist schlimmer als Geister, außer „The Mistress“

Es gibt wahrscheinlich kein Genre, das der Immobilienbranche so sehr ein Dorn im Auge ist wie das Horrorgenre. Seit Jahrzehnten verfolgen wir, wie glückliche Familien in wunderschöne Häuser ziehen, sämtliche Warnungen und unheimlichen Vorkommnisse ignorieren und schließlich gegen Dämonen oder Geister ankämpfen müssen. Auch in „The Mistress – Für immer vereint“ steht erneut ein Haus im Zentrum der Handlung, dessen unheimliche Vergangenheit sich für die neuen Bewohner als Verhängnis erweist und die Zuschauer zum Gruseln einlädt… oder es jedenfalls versucht.

The Mistress ©Lighthouse Home Entertainment

Und darum geht es…

Ein frisch vermähltes Paar bezieht voller Vorfreude ihr Traumhaus, und bei der Erkundung stoßen sie auf eine Sammlung alter Liebesbriefe. Beim Lesen der rührenden Botschaften einer Frau, die letztendlich aus Liebeskummer ihrem Leben ein Ende setzte, beginnt der Mann (John Magaro), unerklärliche, geisterhafte Phänomene zu erleben. Inmitten dieser mysteriösen Vorkommnisse beginnt seine Frau Maddie (Chasten Harmon) zu vermuten, dass er etwas Dunkles aus seiner Vergangenheit vor ihr verheimlicht. Die Briefe entfesseln schon bald eine schreckliche Macht, die nicht nur die Harmonie des Paares bedroht, sondern auch ihr sorgsam aufgebautes neues Leben in ihrem Traumhaus in Gefahr bringt.

The Mistress ©Lighthouse Home Entertainment

Die einzigen Geister, die hier leben, sind die von verschwendeter Zeit

Was für ein Schnarchfest. „The Mistress“ ist an Belanglosigkeit kaum zu überbieten und trägt nur wenig zur Innovation in dem ohnehin schon verrufenen Horrorgenre bei. Das Drehbuch erscheint eher wie der Grundriss einer Erzählung, die Elemente aus Geistergeschichte, Psychothriller und Stalkerfilm miteinander kombinieren möchte. Jedoch scheint in keinem dieser Bereiche eine umfassende Ausarbeitung stattzufinden. Alles bleibt oberflächlich, sei es bei der Charakterentwicklung oder in Bezug auf die Handlung selbst. Das Ehepaar selbst bleibt farblos, Informationen über die vermeintliche Stalkerin sind spärlich, und die Nachbarin reduziert sich auf das Stereotyp einer Femme fatale.

The Mistress ©Lighthouse Home Entertainment

Auch in technischer Hinsicht vermag der Film nicht zu überzeugen. Abgesehen von der einigermaßen gelungenen Lichtgestaltung, sind die Inszenierung und die Kameraarbeit eher langweilig und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Hierbei stellt der Score eine lobenswerte Ausnahme dar und erinnert stark an die Thrillerfilme im Stil von Hitchcock. Die schauspielerischen Darbietungen vermögen ebenfalls nicht zu beeindrucken, und abgesehen von John Magaro, der eine solide Performance abliefert, ragt niemand besonders heraus. Als Krönung gibt es noch eine völlig lächerliche Wendung, die nicht nur klischeehaft ist, sondern auch in wesentlich stärkeren Filmen schon nicht funktioniert hat.

The Mistress ©Lighthouse Home Entertainment

Fazit

Das war wohl nichts. „The Mistress“ enttäuscht in jeder Hinsicht, und selbst ein guter Score und ein überzeugender Hauptdarsteller können den Film nicht vor der Bedeutungslosigkeit bewahren.

Bewertung: 1 von 5.

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