| Titel | following – Challenge des Todes |
| Genre | Horror, Thriller |
| Jahr | 2021 |
| FSK | 16 |
| Regie | Anna Zaytseva |
Heimkinostart: 23.11.2023
Horror im digitalen Zeitalter
Seit dem Ende der 1990er Jahre hat das Found Footage Subgenre die Horrorlandschaft regelrecht überflutet und das Publikum in Angst und Schrecken versetzt, indem es den Eindruck erweckte, dass die Geschehnisse real sind. Im letzten Jahrzehnt hat sich das sogenannte Screenlife Subgenre entwickelt, um mit dem digitalen Zeitalter Schritt zu halten. In diesem Subgenre werden die Charaktere dabei beobachtet, wie sie über die Kameras ihrer elektronischen Geräte agieren. Beispiele für besonders erfolgreiche Vertreter dieses Genres sind Filme wie „Unknown User“, „Searching“ und der diesjährige Film „Missing“. Nun schließt sich Russland diesem Trend an und springt mit „following – Challenge des Todes“ auf den Zug auf.

Und darum geht es…
In einer abgelegenen russischen Kleinstadt setzt die Jugendliche Dana (Anna Potebnya) alles daran, die Wahrheit über den tragischen Tod ihrer Schwester Julia (Diana Shulmina) aufzudecken. Während ihrer Recherche stößt sie online auf das berüchtigte „Blauwalspiel“, bei dem Jugendliche 21 zunehmend gefährliche Aufgaben bewältigen müssen, von denen viele tödlich enden. Im verzweifelten Versuch, diesem makabren Spiel ein Ende zu setzen und die Verantwortlichen für den Verlust ihrer Schwester zur Rechenschaft zu ziehen, lässt sich Dana selbst auf die nervenaufreibenden Aufgaben ein – mit verheerenden Konsequenzen.

Die Gefahren von Social Media-Trends
Die besten Geschichten entstehen oft aus dem wirklichen Leben, wie es so oft heißt. Dieses Prinzip scheint auch das Team hinter „following – Challenge des Todes“ inspiriert zu haben, da der Film auf dem traurigen Trend der „The Blue Whale Challenge“ basiert, der vor einigen Jahren in Russland und später in Teilen Europas aufkam. Die Verfilmung nimmt die wahre Geschichte als Grundlage und integriert Elemente aus „The Ring“, „FearDotCom“ und „Nerve“, alles eingebettet in das Format eines Screenlife-Films. Diese Mischung ist zweifellos faszinierend, und das äußerst schnelle Erzähltempo verhindert, dass Langeweile aufkommt. Dennoch ist das Tempo an einigen Stellen so rasant, dass dies zulasten des Storytellings gehen kann.

Der Film zeichnet sich durch seine äußerst authentische Erzählweise aus, die die Risiken und Auswirkungen von Social Media auf die mentale Gesundheit der heutigen Jugend beleuchtet. Dies ist ein Thema, das gerne noch eingehender behandelt hätte werden können. Der Subplot, der die Romanze der beiden Hauptcharaktere beleuchtet, wirkt an einigen Stellen etwas konstruiert, vermittelt jedoch gleichzeitig einen gewissen Grad an Realismus. Nur gegen Ende geht dem Streifen ein wenig die Puste aus, und es wird versucht, dies durch eine Wendung zu kontern, die leider allzu leicht vorhersehbar ist.

Fazit
Ein solider Cyber-Thriller mit einem temporeichen Handlungsverlauf, der auf authentische Weise die Auswirkungen von Social Media auf die mentale Gesundheit der heutigen Jugend beleuchtet und die damit verbundene Verantwortung aufzeigt.


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