King of Killers – Kritik

TitelKing of Killers
Genre Action, Thriller
Jahr2023
FSK16
RegieKevin Grevioux

Heimkinostart: 27.10.2023

Der berühmt-berüchtigte letzte Job

Wer sich für den Werdegang als Auftragskiller*in entscheidet und somit gegen einen herkömmlichen Ausbildungsberuf oder eine akademische Laufbahn, eventuell ja sogar mit anschließender Promotion – wer weiß das schon – der sollte sich neben dem statistisch sicherlich belegbar hohen, wenn auch nie verifizierten Sterbefallrisikos, auch darüber im Klaren sein, dass der Ausstieg am Ende der Karriere meistens nicht von Dauer ist. Dieser eine letzte, wirklich allerletzte Job nach dem Niederlegen des blutigen Handwerkszeugs gehört nun mal ebenso zum Berufsbild des Assassins wie der exzessive Schusswaffengebrauch und ein kaltblütiges Gemüt. Eine bittere Erkenntnis, die auch der Ex-Killer Marcus im Actionthriller “King of Killers” gewinnen musste…

King of Killers ©Splendid Film

Und darum geht es…

Marcus Garan (Alain Moussi) gehört zu den Besten seines Jobs. Als Auftragskiller ist er präzise, unauffällig und schnell. Als bei einem ganz normalen Auftrag jedoch plötzlich seine nichtsahnende Frau zwischen die Fronten gerät und tödlich getroffen wird, lässt er sein altes Leben hinter sich, um fortan ein guter Vater für seine schwerkranke Tochter zu sein. Ohne seinen ertragreichen Ex-Beruf übersteigen die horrenden Behandlungskosten schnell seine finanziellen Möglichkeiten, weshalb das lukrative Angebot eines geheimnisvollen Mr. Corza (Gianni Capaldi) gerade recht kommt und ihn dazu veranlasst, ein letztes Mal zu den Waffen zu greifen: Jorge Drakos (Frank Grillo), der berüchtigste Auftragsmörder seiner Zeit, bietet der Person, die dazu imstande ist, ihn persönlich auszuschalten, ein Preisgeld in Höhe von zehn Mio. US-Dollar. Doch die stattliche Summe ruft nicht nur Marcus, sondern auch viele seiner ehemaligen Wegbegleiter*innen (u. a. Kevin Grevioux und Marie Avgeropoulos) auf den Plan, die sich in einem perfiden Turnier nacheinander dem König der Killer stellen müssen.

King of Killers ©Splendid Film

B-Movie-Action mit C-MovieTendenz

Ein liebender Familienvater mit Doppelleben. Ein tragischer Verlust. Die Abkehr vom bisherigen blutigen Pfad, gefolgt von einem Angebot, das er nicht ablehnen kann – und letztlich die Rückkehr. Die Rückkehr für den letzten Job! Die Handlung hinter der von Kevin Grevioux erdachten Geschichte seines Regiedebüts “King of Killers” ist so alt wie das Subgenre des Auftragskiller*innen-Films selbst. Dass mangelnde Innovation innerhalb des Plots keinesfalls ein K.-o.-Kriterium darstellen muss, haben in der Vergangenheit bereits viele ähnlich ausgerichtete Actionfilme unter Beweis gestellt – man denke nur an die John Wick-Reihe. Trotz ausreichender Genreerfahrung als Drehbuchautor und Produzent (u.a. “Underworld”, “I, Frankenstein”) gelingt es Grevioux, der ebenfalls in einer Nebenrolle zu sehen ist, nicht, das Schaulaufen an Klischees und Stereotypen. Nach einer actionlastigen Exposition und einem an kitschige Waschmittel-Werbespots erinnernden Ausflug in die bis dato heile Familienwelt von Marcus, folgt auch schon die Melodramatik auf dem Fuß, ehe sich “King of Killers” endlich seiner vermeintlichen Kernkompetenz zuwendet.

King of Killers ©Splendid Film

Das Aufeinandertreffen der Auftragsmörder*innen gestaltet sich jedoch etwas anders als gedacht. Statt knackig inszenierter Action erwartet das Publikum zunächst einmal ein nicht enden wollender, inhaltsloser Dialog-Schwall oberflächlicher Figuren. Die Profillosigkeit der mörderischen Kontrahenten geht dabei weit über die leeren Konversationen hinaus und spiegelt sich auch in deren quasi nicht vorhandenen charakteristischen Fähigkeiten als Elite-Killer*innen. Am Ende laufen sie doch alle mit dem Schießeisen vor der Visage durch kahle Kulissen oder haken und treten zu flachen Dubstep- und E-Gitarren-Instrumentals der Marke GarageBand-Demoversion monoton aufeinander ein. Ist das Feld dadurch erst mal etwas ausgedünnt, lässt sich immerhin ein gewisses kämpferisches Talent der verbleibenden Darsteller – in diesem Fall Frank Grillo und Alain Moussi – erkennen. In Anbetracht des unnötigen und darüber hinaus mehr als dürftigen CGi-Einsatzes macht nicht einmal das noch Spaß.

King of Killers ©Splendid Film

Fazit

Selbst für einen Hirn-aus-Actionklopper lediglich mangelhaft umgesetzt!

Bewertung: 1 von 5.

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