„Gen V“: Die Kritik zum „The Boys“-Spin-Off!

Neu auf Prime Video: So gut sind die ersten drei Episoden „Gen V“!

Der nun bereits mehrere Monate anhaltende Autor*innen Streik ging auch an den beliebten Antiheld*innen von „The Boys“ nicht spurlos vorbei. Die Dreharbeiten für die ultrabrutale und nicht minder unterhaltsame Amazon Original Serie sind zwar längst abgeschlossen und doch lässt die vierte Staffel noch einige Zeit auf sich warten. Während sich Homelander und Co. also noch eine kurze Auszeit genehmigen, gibt es mit “Gen V” ab heute das heiß erwartete “The Boys”-Spin-off auf Prime Video zu streamen. Wer sich immer schon gefragt hat, wie der Weg vom begabten Wunderkind hin zur glorreichen Held*in aussieht, bekommt mit den ersten drei von insgesamt acht Episode – jeden Freitag folgt eine neue Folge – einen ersten Einblick hinter die Kulissen der Ausbildungsstätte der Vought International, dem Konzern hinter den von Homelander angeführten Seven. Ob „Gen V“ mit „The Boys“ mithalten kann, erfahrt Ihr in der Folgenbesprechung!

Und darum geht es…

Um an der Godolkin University aufgenommen zu werden, bedarf es mehr als breitgefächertes Wissen und Intelligenz. Als bundesweit einziges College für angehende Superheld*innen muss man schon besondere Fähigkeiten mit sich bringen. So ist beispielsweise Marie Moreau (Jaz Sinclair) dazu imstande ihr eigenes Blut in tödliche Waffen zu formen, während ihr Mitschüler*innen Luke Riordan (Patrick Schwarzenegger) und Emma Meyer (Lizze Broadway) ihre Körper jeweils binnen Sekunden in ein loderndes Feuer verwandelt oder sich auf einen Bruchteil ihrer Größe schrumpfen können. Als sich auf dem Campus seltsame Ereignisse häufen, kommen sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur und damit auch einem mächtigen, kaum zu bezwingenden Gegner…

Gen V ©Amazon Studios

Auch ohne Homelander & Co. ein echter Hit!

Wie schon in „The Boys“ ist auch in der Spin-off-Serie nicht alles Gold, was glänzt. Hinter den schillernden Kostümen und den strahlenden Siegerlächeln der Superheld*innen der Vought International befindet sich nicht nur eine gigantische Marketing-Maschinerie, sondern auch tiefe menschliche Abgründe – und damit auch jede Menge Blut, Sex und Politik. Auch ohne kultige Charaktere der Marke Homelander, Billy Butcher oder Soldier Boy erweist sich „Gen V“ in den ersten drei Episoden als überaus spaßige und fesselnde Angelegenheit, die Lust auf mehr macht. Dass der Besitz übermenschlicher Fähigkeiten nicht nur in Form von heldenhaften Taten Verwendung findet, sondern auch für allerhand aberwitzige Sexpraktiken und comichafte Gewalteskapaden herhalten kann und muss, wissen wir bereits seit „The Boys“ – in „Gen V“ wird diese Prämisse munter fortgeführt. Neu hingegen ist die tiefere Bedeutung (Essstörung, Geschlechtsidentität), die den Fähigkeiten zuteilwerden. Somit ist „Gen V“ keinesfalls ein billiger Cashgrab im Fahrwasser der Original-Serie und erzählt stattdessen eine eigenständige Geschichte, die sich nahtlos in die bekannte The Boys“-Welt integriert. Mit der Verlagerung des Settings in die Ausbildung und die Erforschung künftiger Superheld*innen wirkt „Gen V“ wie eine gelungene Variante des durchwachsenen X-Men-Spin-offs „The New Mutants“. Interessante Figuren mit spannenden Schicksalen in einem wendungsreichen Plot – wir sind gespannt wie es weiter geht! Unsere Prognose: Ein echter Serien-Hit!

„Gen V“ ab dem 28. September 2023 exklusiv auf Prime Video streamen!

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