| Titel | She Came from the Woods |
| Genre | Horror, Komödie |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 16 |
| Regie | Erik Bloomquist |
Heimkinostart: 24.08.2023
Da lauert mal wieder was im Wald…
Der Wald als Sammelsurium an Hexen, Hütten und Mördern! Wenn uns das Horrorgenre eines zuverlässig gezeigt hat, dann, dass der Wald ein hochfrequentierter Ort ist. In regelmäßigen Abständen kommt, geht, ist oder wohnt etwas oder jemand in the Woods – und die Titel machen erst gar keinen Hehl daraus. Auch „She Came from the Woods“ trägt sein Herz auf der Zunge und macht unmissverständlich klar, was das Horror-Publikum erwarten darf!

Und darum geht es…
1987: Wie jedes Jahr erwartet die Belegschaft von Sommercamp Briarbrook am Ende der Saison eine große Abschlussparty. Nachdem die letzten Kinder abgereist sind und mit ihnen auch Camp-Leiter Gilbert McCalister gibt es jede Menge Alkohol, Liebeleien und natürlich auch alte Gruselgeschichten. Dass vor 40 Jahren eine böse Hexe namens Agatha in Briarbrook ihr Unwesen getrieben haben soll, veranlasst das Camp-Personal zu einem lustig gemeinten Ritual, das sich jedoch schnell als bitterer Ernst erweist. Agatha ist zurück, um ihr blutiges Werk zu beenden, das sie vor 40 Jahren begann!

Von allem ein wenig, von nichts genug!
Ein Ferienlager mit einer dunklen Vergangenheit („Freitag der 13.“), eine Horde bösartiger Kids („Kinder des Zorns“) und eine diabolische Dämonenbraut („Tanz der Teufel“). Eigene Ideen sucht man in Erik Bloomquists Horrorkomödie „She Came From the Woods“ vergebens, aber das war auch nie seine Intention. Stattdessen erweist sich sein Retro-Slasher mit den ebenfalls aus einem großen Vorbild entliehen Meta-Kommentaren („Scream“) und der Liebe fürs Detail vergangener Genrefilme als nostalgisches Wiederauflebenlassen des 80er-Jahre-Horrors. Das Problem ist nur, dass bei dem pickepackevollen Bauchladen an Reminiszenzen kaum eines der Themen so richtig zur Geltung kommt. Die zwei, drei Dialogzeilen betreffend bekannte Horrorklassiker machen „She Came From the Woods“ ebenso wenig zum cleveren Meta-Horror, wie die pubertären Witzchen ihn zur Comedy-Granate machen.

Ein gewisser, gar nicht mal so unerheblicher Unterhaltungswert lässt sich „She Came From the Woods“ aber nicht absprechen. Hat man den zähen Auftakt mal hinter sich gebracht, kann man sich als dem Genre zugewandter Filmfan an nostalgischen Settings und Make-Up-Effekten, blutigen Kills und einem ordentlichen Pacing erfreuen. Dass der Plot mit seinen selbst ausgedachten Regeln summa summarum irgendwie wenig Sinn macht, die Dialoge genauso strunzdoof sind, wie die Figuren und sich keiner der Charaktere als Identifikationsfigur eignet, fällt da weitaus weniger ins Gewicht als bei artverwandten Filmen. Wer mit der „Freitag der 13.“-Reihe vertraut ist, dürfte auch in Sachen Schwachpunkte viele Parallelen entdecken, mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass „She Came From the Woods“ tatsächlich Spaß macht.

Fazit
Spaßiger Retro-Slasher. Strunzdoof, aber unterhaltsam!
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