| Titel | Renfield |
| Genre | Horror, Komödie, Action |
| Jahr | 2023 |
| FSK | 16 |
| Regie | Chris McKay |
Kinostart: 25.05.2023
Nicolas Cage ist Graf Dracula!
Hinter jedem bösen Mann steckt eine treue Seele – oder so ähnlich. Gru hatte seine Minions, Victor Frankenstein, seinen Igor und Graf Dracula? Der hat seinen Renfield! Basierend auf der Figur des Handlangers des dunklen Fürsten aus Bram Stokers Gothic-Horror-Roman „Dracula“ von 1897, bekommt der Mann hinter dem Titelmonster in der Horrorkomödie „Renfield“ seine eigene Geschichte, während sich Dracula selbst eher im Hintergrund aufhält. Eine interessante Idee, die einiges kann!

Und darum geht es…
Renfield ist gezwungen, die Beute seines Meisters zu beschaffen und dessen Befehle auszuführen – ganz gleich, wie schändlich sie auch sein mögen. Nun, nach Jahrhunderten der Knechtschaft, ist er jedoch bereit, aus dem Schatten des Fürsten der Finsternis herauszutreten und ein neues Leben zu beginnen. Dazu muss es ihm jedoch gelingen, seine Abhängigkeit von seinem Herrn zu beenden. (Universal Pictures)

Spaßige Vampir-Action im Kino!
Welcome, please come in! Es sind die kleinen Details, die das actionlastige „Dracula“-Sequel – „Renfield“ setzt trotz des tonalen 180 Grad Wandels quasi direkt an der düsteren Originalgeschichte an – zu einem überaus launigen Kinoerlebnis machen. Wenn Graf Dracula, der sich grundsätzlich erst einmal hereinbitten lassen muss, ehe er eine Türschwelle übertreten darf, dank einer Fußmatte eine Wohnung betreten kann, sind das genau die spaßigen Einfälle, die eben nicht on the nose extra noch erklärt werden und die Vampirkomödie zu einem detailverliebten Horror-Spaß machen. Wenn dann in den überraschend blutigen (!!!) Actionszenen auch noch auf die kreativste Art und Weise – dazu noch verdammt gut choreografiert – Menschen niedergemetzelt werden, macht „Renfield“ einfach nur Laune!

Dass Nicolas Cage ein gigantischer Dracula-Fan ist und das Horrorkino der 30er Jahre zu seinem Steckenpferd gehört, dürfte zwischenzeitlich jedem bekannt sein. Entsprechend groß ist auch die Spielfreude des „Con Air“-Darstellers, die er in seinen gar nicht mal so vielen Szenen an den Tag legt. Die Bühne gehört stattdessen einem anderen. Nicholas Hoult ist das Herz einer leider ziemlich generischen Kriminalgeschichte. Während die spannende Story über Co-Abhängigkeit die deutlich interessanten Ansätze verfolgt, entwickelt sich „Renfield“ mehr und mehr in Richtung austauschbare Actionkomödie. Spaß macht das ganze trotzdem. Lediglich die Beziehung zur erneut ziemlich flachen Awkwafina bremst das Vergnügen immer wieder aus. Dafür kann Comedian Ben Schwarz als menschlicher Gegenspieler uneingeschränkt überzeugen. Was bleibt, ist einer der unterhaltsamsten Vampirfilme der letzten Jahre, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte – und noch einmal: Das Ganze ist echt blutig!

Fazit
Herrlich-blutige Vampir-Action trifft auf gut gelaunte Stars!
Wie hat Dir „Renfield“ gefallen?

