Air: Der große Wurf [2023] Kritik

TitelAir: Der große Wurf
Genre Drama
Jahr2023
FSK6
RegieBen Affleck

Prime Video Start: 12.05.2023

Der Air Jordan: Mehr als nur ein Schuh!

Als Nike am 1. April 1985 das ersten Air Jordan Modell auf den Markt brachte, erhoffte sich das Sportbekleidungsunternehmen von seiner Kooperation mit dem sich damals noch am Anfang seiner aufstrebenden Karriere als NBA-Basketballer befindenden Michael Jordan einen Umsatz von rund 3 Millionen US-Dollar. Angetrieben von der medialen Aufmerksamkeit rund um die großartigen Leistungen Jordans auf dem Feld, überstiegen die tatsächlichen Verkaufszahlen die Prognosen um ein Vielfaches und brachten dem Unternehmen alleine im ersten Jahr insgesamt 130 Millionen US-Dollar ein. Wie es zu dieser bis heute anhaltenden Zusammenarbeit kam, nimmt Ben Affleck in seinem Amazon Original “Air: Der große Wurf” unter die Lupe.

Air: Der große Wurf ©Warner Bros.

Und darum geht es…

1984: Als großer Basketballfan ist Sonny Vaccaro Feuer und Flamme, als er von seinem Arbeitgeber Nike den Auftrag bekommt, drei Newcomer der NBA für einen Deal anzuwerben. Während große Marken wie Adidas und Converse zur Stammausrüstung namhafter Basketballspieler gehören, fristet Nike ein Nischendasein in der Jogging-Branche. Begeistert von der Motivation und dem Talent eines aufstrebenden Jungtalents der Chicago Bulls setzt Sonny alles auf eine Karte. Er will keine drei Namen aus der NBA, sondern nur einen: Michael B. Jordan. Und der Rest ist Geschichte…

Air: Der große Wurf ©Warner Bros.

Ben Affleck macht nen Schuh drauß!

„Air: Der große Wurf“ beleuchtet die Entstehungsgeschichte der ikonischen und wegweisenden Partnerschaft zwischen der damals als Underdog geltenden Sportbekleidungsfirma Nike und dem sich noch in den Kinderschuhen seiner heute als unerreicht geltenden Karriere als größter Basketballspieler aller Zeiten Michael Jordan. Wo sich die exklusiv für Apple TV+ produzierte Marken-Historie “Tetris” für die Inszenierung des Siegeszuges auf dem Weltmarkt noch in das spannende Korsett eines spaßigen Agenten-Thrillers quetschte, inszeniert Regisseur und (Ex-)Batman-Darsteller Ben Affleck den wohl prestigeträchtigsten Deal in der Welt der Sportbekleidungsindustrie als schnörkelloses biopic-eskes Filmdrama ohne großen Schnickschnack drumherum.

Air: Der große Wurf ©Warner Bros.

Abseits der amüsanten, gerne mal in rohe Schimpftiraden abdriftende Dialoge gewährt “Air: Der große Wurf” recht nüchtern Einblicke hinter die Kulissen. Der Fokus liegt sowieso auf etwas anderem. Mit Matt Damon, Jason Bateman, Marlon Wayans, Chris Tucker, Viola Davis und Regisseur Ben Affleck, der sich auch vor der Kamera blicken lässt, versammeln sich schließlich allerhand interessante Darsteller*innen, die bis in die kleinsten Nebenrollen durch die Bank überzeugen können. Das alles macht “Air: Der große Wurf” zu einem handwerklich einwandfreien, unterhaltsamen Drama nach bekannten Mustern.

Air: Der große Wurf ©Warner Bros.

Fazit

“Air: Der große Wurf” überzeugt mit der Souveränität eines präzisen Freiwurfs – nur das Feuer eines Slam Dunks fehlt. 

Bewertung: 3 von 5.

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