On the Edge: Showdown in den Bergen [2021] Kritik

TitelOn the Edge
Genre Action
Jahr2021
FSK16
RegieAbel Ferry

Heimkinostart: 25.05.2023

Ein Schnupperkurs in der Boulderhalle ist spannender…

Nachdem er in seinem Bergsteiger-Thriller “High Lane” aus dem Jahre 2009 ein befreundetes Pärchen in luftiger Höhe an ihre körperlichen Grenzen brachte, treibt es den französischen Regisseur Abel Ferry einige Jahre später erneut in schwindelerregende Höhen. Sein auf einer in Frankreich überaus erfolgreichen TV-Reihe basierender Action-Thriller “On the Edge: Showdown in den Bergen” gibt es in wenigen Wochen im deutschen Heimkino zu sehen – dabei wäre er im Free-TV eigentlich viel besser aufgehoben.

On the Edge: Showdown in den Bergen ©Plaion Pictures

Und darum geht es…

Als ehemaliger Offizier der Special Forces ist Paul Vilar ein echter Überlebenskämpfer. Seine Freizeit verbringt er an steilen Felswänden oder schlägt sich durch die Wildnis. Eine Bergwanderung mit seiner 17-jährigen Tochter Sara soll die Beiden nach der Trennung von seiner Frau wieder näher zusammenschweißen. Als Sara inmitten der naturbelassenen Berglandschaft einen Mord beobachtet und die Ereignisse mit dem Smartphone festhält, geraten sie und ihr Vater ins Fadenkreuz von Schleppern illegaler Flüchtlinge. Paul setzt alles daran, seine Tochter unbeschadet in die sichere Stadt zurückzubringen und nimmt es mit einer ganzen Bande von Verbrechern auf.

On the Edge: Showdown in den Bergen ©Plaion Pictures

TV-Action zum Vergessen

Ein kleiner Hinweis darauf, dass es sich bei dem in Deutschland unter dem Titel “On the Edge: Showdown in den Bergen” erscheinenden Actionfilm eigentlich um eine reinrassige TV-Produktion handelt, wäre zumindest mal ein Indikator dafür gewesen, die Erwartungshaltung entsprechend anzupassen. So finden sich die nichtsahnenden Zuschauer*innen in Erwartung eines immerhin unterhaltsamen B-Movie-Action-Klons a la „Rambo“ oder „Cliffhanger“ plötzlich in einem optisch stark an eine Seifen-Opfer erinnernden TV-Action-Produktion der Marke „Der Clown“ oder „Alarm für Cobra 11 wieder.

On the Edge: Showdown in den Bergen ©Plaion Pictures

Abgesehen von ein paar netten – aber auch nur netten – Landschaftsaufnahmen fällt “On the Edge: Showdown in den Bergen” in Sachen Inszenierung komplett durch. Statt taffe John Rambo-Vibes zu versprühen, weckt Hauptdarsteller Philippe Bas nicht nur äußerlich Erinnerungen an den ehemaligen Reality-TV-Detektiv Carsten Stahl. Mit unerträglichem Laien-Schauspiel und ungelenken Nahkampf-Einlagen wurstelt sich Bas hoffnungslos-bemüht durch einen uninteressanten, hanebüchenen Plot voller blasser Figuren und profillosen Antagonisten. Die Action schreit TV. Der Cast schreit TV. Nur das Cover, das lügt und gibt Versprechungen, die der Film zu keiner Sekunde einlösen kann.

On the Edge: Showdown in den Bergen ©Plaion Pictures

Fazit

Wer hübsche Gebirgskulissen sehen möchte, kann auch in die Berge fahren

Bewertung: 1 von 5.

Wie hat Dir „On the Edge: Showdown in den Bergen“ gefallen?