Guardians of the Galaxy Vol. 3 [2023] Kritik

TitelGuardians of the Galaxy Vol. 3
Genre Sci-Fi, Abenteuer
Jahr2023
FSK12
RegieJames Gunn

Heimkinostart: 03.05.2023

Ist „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ die Rettung des MCU?

Mit dem Abschluss seiner Trilogie ist James Gunn etwas gelungen, was man innerhalb des Marvel Cinematic Universe längst nicht mehr für möglich gehalten hat. „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ liefert die wohl emotionalste Achterbahnfahrt, die das Franchise bisher gesehen hat – und mit dem Abschied Gunns vermutlich auch nie wieder erleben wird. Nach Lückenfüllern wie „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ oder „Black Panther: Wakanda Forever“, die nur dazu dienten, das MCU in andere Bahnen zu lenken und neue Ereignisse anzuteasern, bietet „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ endlich wieder eine in sich geschlossene Geschichte ohne unzählige neue Handlungsstränge aufzumachen und bildet gleichzeitig einen zufriedenstellenden Abschluss für alle seiner Figuren, egal wie klein ihre Rollen auch sein mögen.

Guardians of the Galaxy Vol. 3 ©2023 Marvel Studios | Disney

Und darum geht es…

Nachdem sie Knowhere vom Collector erworben haben, arbeiten die Guardians daran, den extremen Schaden, den Thanos angerichtet hat, zu beheben – entschlossen, Knowhere zu einem sicheren Hafen zu machen, nicht nur für sie selbst, sondern für alle Flüchtlinge, die durch das raue Universum vertrieben wurden. Aber es dauert nicht lange, bis ihr Leben von Rockets turbulenter Vergangenheit eingeholt wird. Peter Quill, der noch immer unter dem Verlust von Gamora leidet, muss sein Team für eine gefährliche Mission um sich scharen, um Rockets Leben zu retten – eine Mission, die, wenn sie nicht erfolgreich abgeschlossen wird, möglicherweise zum Ende der Guardians, wie wir sie kennen, führen könnte. (disney.de)

Guardians of the Galaxy Vol. 3 ©2023 Marvel Studios | Disney

Der fulminante Abschluss einer fantastischen Trilogie

Statt das nächste beliebige Weltuntergangsszenario herunterzubeten, schickt das neue DCEU-Oberhaupt seine Titelheld*innen auf eine ganz persönlich motivierte Mission und spendiert dem MCU mit der in Rückblenden erzählten Origin-Story von Rocket Racoon darüber hinaus auch noch das düsterste und niederschmetterndste Kapitel in der Geschichte der Comicverfilmungen. Welchen grenzenlosen Schmerz James Gunn in den am Computer generierten Augen eines sprechenden Waschbären (!!!) projiziert, lässt sich erst glauben, wenn man es selbst gesehen hat. Rockets Leidensweg und die aufopferungsvolle Hingabe seiner Gefährt*innen bilden das Herzstück eines herzzerreißenden Abenteuers, das mehr als nur einmal zu Tränen rührt.

Guardians of the Galaxy Vol. 3 ©2023 Marvel Studios | Disney

Bereits die erste frühe Actionsequenz macht keine Gefangenen und weckt mit ihrer schockierenden Kompromisslosigkeit Erinnerungen an Thanos Einstand in „Avengers: Infinity War“. „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ etabliert damit ohne große Umschweife das Gefühl, dass keiner unserer geliebten Charaktere sicher ist. Nach Momenten wie diesem – und davon gibt es viele – steckt der Schock stellenweise so tief, dass die darauf folgenden humoristischen Pointen gar nicht in vollem Umfang genossen werden können. Während derartige tonale Schwankungen schnell das Gleichgewicht eines Films stören können und sich oftmals gegenseitig ausbremsen, fühlen sie sich bei James Gunn wie ein dringend benötigter Befreiungsschlag an und wirken nie deplatziert.

Guardians of the Galaxy Vol. 3 ©2023 Marvel Studios | Disney

Eine alte Liebe entflammt wieder…

„Guardians of the Galaxy Vol. 3“ ist lustig. Sehr sogar. Und doch sind es die ergreifenden, rührenden Momente, die sich nachhaltig ins Gedächtnis brennen. Das heißt aber noch lange nicht, dass James Gunn abseits von Humor und Drama nicht auch in Sachen Action und ausgefallenen Ideen auftrumpft. Wenn die Kamera in einer ebenso kreativen wie mitreißenden Plansequenz zu den Klängen des Beastie Boys Bangers „No Sleep Till Brooklyn“ von einem zum nächsten Guardian springt, während sich diese durch Horden von Gegnern metzeln, ist das nur eine von vielen spaßigen Einfällen. Hinzu kommen absurd-alberne Wesen, fantasiereiche Welten und creepy Creature-Designs sowie ein zwar recht eindimensionaler, aber verdammt fieser Bösewicht, der mit seiner manischen Art eine nette Abwechslung zu den platten Schurken der letzten Filme des MCU ist. MCU – dafür habe ich dich all die Jahre so sehr geliebt.

HAT „GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 3“ EINE POST-CREDIT-SCENE? [Zum Artikel]

Guardians of the Galaxy Vol. 3 ©2023 Marvel Studios | Disney

Fazit

Mit „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ bekommt die beste Trilogie des MCU den emotionalen Abschluss, den sie verdient hat!

Bewertung: 4.5 von 5.

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