| Titel | Ambush – Kein Entkommen |
| Genre | Krieg |
| Jahr | 2021 |
| FSK | 16 |
| Regie | Pierre Morel |
Heimkinostart: 09.03.2023
Amerikanisierte Kriegs-Action im Nahen Osten
Für seine Actionfilme, zu denen unter anderem der mit John Travolta prominent besetzte „From Paris with Love“ oder auch Liam Neesons filmische Neuausrichtung als waschechter Actionheld „96 Hours“ zählen, konnte der französische Regisseur Pierre Morel bereits allerhand Hollywood-Stars vor der Kamera versammeln. Statt sich jedoch das nächste große Filmsternchen von Übersee zu schnappen, um einen weiteren westlichen Genrefilm abzudrehen, geht es für den Action erprobten Filmemacher in seinem neuen Kriegsfilm „Ambush – Kein Entkommen“ in die Vereinigten Arabischen Emiraten – ganz ohne A-Liga-Prominenz, aber auch ohne eigene Ideen…

Und darum geht es…
Winter 2018: Die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate sind auf einer Hilfsmission im Jemen im Einsatz. Die Stimmung auf dem Stützpunkt ist ausgelassen, denn einige von ihnen stehen kurz vor der Heimreise. Vorher müssen Ali, Bilal und Hindasi noch eine letzte Routinepatrouille ableisten. Doch auf dem Weg durch eine enge Schlucht geraten sie in einen Hinterhalt feindlicher Kämpfer und sitzen plötzlich unter schwerem Beschuss fest – verwundet und ohne Funkkontakt. Während den drei Eingeschlossenen langsam die Hoffnung schwindet, beginnt eine waghalsige Rettungsmission. (Plaion Pictures)

Im Nahen Osten nichts Neues
Obwohl „Ambush – Kein Entkommen“ aus arabischer Sicht von wahren Ereignissen während des Jemen-Krieges erzählt und dabei auf einen ausschließlich einheimischen Cast zurückgreift, fühlt sich Pierre Morel Ausflug in den Nahen Osten doch durch und durch amerikanisch an. „Ambush – Kein Entkommen“ bedient sich sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch an seinen großen Vorbildern aus Hollywood, kopiert diese nahezu eins zu eins und fühlt sich dabei natürlich nicht weniger seelenlos wie die meisten gehaltlosen Heldengeschichten dieser Art an.

Handwerklich solide Dauer-Action und nichts dahinter. Ähnlich wie in Ridley Scotts „Black Hawk Down“ schickt „Ambush – Kein Entkommen“ die Zuschauer*innen auf eine klassische Rettungsmission mit tapferen Helden und namenlosen Bösewichten. Morel nutzt das realhistorische Kriegsszenario dabei lediglich als Schauplätze für oberflächliche Action-Unterhaltung, ohne die politischen Hintergrund näher zu beleuchten. Auch wenn sich produktionstechnisch wenig bemängeln lässt, bleibt das Ergebnis doch banal, monoton und letztlich auch ziemlich nichtssagend. Eben ein weiterer Hochglanz-Hollywood-Kriegsfilm – nur nicht aus Hollywood.

Fazit
Amerikanisierte Kriegs-Action aus den Vereinigten Arabischen Emirate.
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