| Titel | Virus: 32 |
| Genre | Horror |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 16 |
| Regie | Gustavo Hernandez |
Heimkinostart: 23.03.2023
Zombiehorror aus Südamerika
32 Sekunden. So lange dauert es, bis sich die Untoten in „Virus: 32“ nach einer ausgiebigen Fresssorgie aus ihrer Schockstarre befreien, ehe sie sich erneut auf die Suche nach einem neuen Opfer machen. Für seinen Zombiefilm „Virus: 32“ hat sich der südamerikanische Regisseur Gustavo Hernandez einige neue erzählerische Kniffe überlegt, um sich von der Flut an den immer gleichen Zombiefilmen abzuheben. Leider gehen die meisten dieser Versuche nicht über den Status einer kreativen Idee hinaus. Schlecht ist das Resultat dadurch zwar nicht – bleibt dabei aber dennoch weit hinter den Möglichkeiten zurück.

Und darum geht es…
Ein Virus bricht aus und führt zu einem Massaker auf den Straßen von Montevideo. Denn die Kranken werden zu Jägern, die ihr Fieber nur dadurch stillen können, dass sie Nicht-Infizierte skrupellos töten. Nichts ahnend von dem, was draußen passiert, haben Iris und ihre Tochter den Tag in einem Sportverein verbracht, wo Iris als Nachtwächterin arbeitet. Als es dunkel wird, beginnt für die beiden ein gnadenloser Kampf ums Überleben. Ihre einzige Hoffnung: Nach jedem Angriff machen die Infizierten eine 32 Sekunden lange Pause, bevor das Morden weitergeht. (Plaion Pictures)

Ein vielversprechender Auftakt
In einer eindrucksvollen Plansequenz, die zunächst bei einem willkürlichen Fremden beginnt, ehe sich die Kamera auf die Suche nach ihrer Protagonistin macht, eröffnet „Virus: 32“ sein rund 90-minütiges Endzeitszenario. Noch scheint die Welt in Ordnung. Erst wenn sich die Kamera ohne erkennbare Schnitte von den Geschehnissen löst und in die Lüfte steigt, um über die Dächer der Stadt zu gleiten, wird das Publikum Zeuge von vereinzelten Zombie-Attacken, ehe sie wieder zu ihrer unwissenden Protagonistin zurückkehrt. Schnitt. Statt weiter auf den inszenatorischen Kniff des One-Shots zu setzen, fällt „Virus: 32“ nach einer verheißungsvollen Eröffnungsszene zurück zur klassischen Kameraarbeit. Das ist zwar schade, aber längst kein Grund, nicht weiter am Ball zu bleiben.

„Virus: 32“ ist stets bemüht, sich von der breiten Masse an Zombiefilmen abzuheben, nur das Drehbuch scheint von diesen Bemühungen eher unbeeindruckt. Dabei ist der minimalistische Ansatz, weg von gigantischen Zombie-Horden und ausladenden Fressszenen, hin zu einem intimen Horror-Schocker mit Fokus auf den Thrill zunächst durchaus interessant. Es dauert jedoch nicht lange, bis das repetitive durch die Gänge Schleichen erste Ermüdungserscheinungen zeigt. Auch wenn das Versteckspiel handwerklich ordentlich in Szene gesetzt ist, überwiegt letzten Endes doch die ernüchternde Ereignislosigkeit. Macht das „Virus: 32“ zu einem schlechten Film? Keinesfalls. Gut ist er aber auch nicht…

Fazit
Minimalistischer Zombiehorror!
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