| Titel | The Witch: The Other One |
| Genre | Action, Sci-Fi |
| Jahr | 2022 |
| FSK | 18 |
| Regie | Park Hoon-jung |
Heimkinostart: 27.01.2023
Don’t call it „Hexe“!
Nun könnte man „The Witch: The Other One“ aufgrund des irreführenden Titels, der dem Publikum eine Hexe verspricht, die es nun mal schlicht und ergreifend nicht gibt, böswilligen Etikettenschwindel unterstellen. Doch irgendwie kann man dem südkoreanische Actionkracher nicht böse sein, denn der liefert den Zuschauer*innen mit etwas noch viel besserem als altbackenen Märchengestalten eine angemessenen Ersatz: Gentechnisch manipulierte Supermenschen – quasi die Hexen der Neuzeit! Und die haben es in sich!

Und darum geht es…
Ein streng geheimes Forschungslabor wird von Terroristen überfallen, es kommt zu einem Massaker. Die einzige Überlebende des Angriffs entkommt und verlässt zum ersten Mal in ihrem Leben das abgesperrte Areal. Im weitläufigen angrenzenden Wald wird das junge Mädchen zufällig von Kyung-hee gefunden, die sich entschließt, ihr so gut es geht zu helfen. Eine folgenschwere Entscheidung: Das Mädchen wird von Söldnern mit verheerenden übernatürlichen Kräften gejagt, denen Menschenleben nichts bedeuten. Doch sie verfügt selbst über ganz spezielle Fähigkeiten und weiß sich zu wehren (Splendid Film)

Over-the-top Action made in Südkorea
Wer den Vorgänger nicht kennt und nun befürchtet, „The Witch: The Other One“ ohne Vorkenntnisse über die Geschehnisse des bereits 2018 erschienenen ersten Teils „The Witch: Subversion“ nicht folgen zu können, kann beruhigt sein. Die Fortsetzung des südkoreanischen Sci-Fi-Actionfilms erzählt quasi dieselbe Geschichte noch einmal von vorne, nur eben aus einem anderen Blickwinkel mit überwiegend neuen Figuren, aber auch Wiedersehen mit bekannten Charakteren. Somit ist „The Witch: The Other One“ nicht nur für Fans des ersten Teils sonder auch für interessierte Neueinsteiger*innen eine Sichtung wert.

Alte Stärken, alte Schwächen! Wer bei Teil 1 bereits das Gefühl hatte, dass das Pacing für einen zweistündigen Film viel zu gemächlich daherkommt, wird auch mit der rund 15 Minuten längeren Fortsetzung seine Probleme haben. So kommt es auch dieses Mal, dass sich abseits der rasanten Actionszenen immer wieder Längen einschleichen, die sich negativ auf den Sehgenuss auswirken. Letztlich zahlt sich die Geduld jedoch aus aus. Die vollkommen überzeichnete Action, die auch nicht vor expliziten Gewaltdarstellungen zurückschreckt und stattdessen munter draufhält, wenn Körper durchbohrt, aufgeschlitzt oder zerteilt werden, ist auch in „The Witch: The Other One“ eine wahre Freude. Somit bleibt, abgesehen von einigen neuen humoristischen Einlagen, die meist aus einem Fish-Out-the-Water Szenario entstehen, also alles beim Alten.

Fazit
Knackige Sci-Fi-Action aus Südkorea!
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