Three Thousand Years of Longing

Der Wunsch nach unendlich vielen Wünschen ist tabu, genauso wie der Wunsch nach dem ewigen Leben, denn dieses ist für die menschliche Spezies nicht vorgesehen. Viel mehr Regeln gilt es nicht zu beachten, wenn ein Djinn sein Gefäß verlässt und seiner neuen Meister*in drei Wünsche in Aussicht stellt. Wie würdet ihr euch entscheiden?

Three Thousand Years of Longing ©Leonine Distribution

Handlung

Eine erfolglose Wissenschaftlerin entdeckt bei einem Antiquitätenhändler eine mysteriöse Flasche, aus der ein jahrhundertealter Geist befreit wird. Der Geist bietet ihr drei Wünsche im Austausch für seine Freiheit an, doch ihre anfängliche Skepsis wird bald durch die verführerischen Möglichkeiten und die verführerischen Geschichten des Geistes herausgefordert. Während sie über ihre Wünsche nachdenkt, entfaltet sich eine tiefgründige Reise durch Geschichte, Mythologie und persönliche Einsichten, die sie dazu bringt, über den wahren Wert von Wünschen und der menschlichen Erfahrung nachzudenken.

Three Thousand Years of Longing ©Leonine Distribution

Kritik

Mit “Three Thousand Years of Longing” meldet sich George Miller nach einer siebenjährigen Pause zurück, um sein Publikum im reduzierten Korsett eines dialoglastigen Kammerspiels immer wieder in fantasievolle Welten der Vergangenheit zu entführen. Der “Mad Max: Fury Road”-Regisseur balanciert dabei stets zwischen kargen Settings und quietschbunten CGI-Kulissen, versäumt es dabei jedoch, die beiden antagonistischen Komponenten in Einklang zu bringen. Sein philosophisches Märchen über Liebe und Verlangen wirft einerseits interessante Fragen auf,

Three Thousand Years of Longing ©Leonine Distribution

Zu viel Plot, zu wenig Laufzeit – und dennoch langatmig. Mit etwas mehr als eineinhalb Stunden wirkt George Millers fantastische Romanze ungewöhnlich kurz für die Vielzahl an Themen, Schauplätzen und Geschichten. So entschleunigt die dialoglastigen Szenen der Gegenwart daher kommen, so gehetzt eilt der Plot durch die Rückblenden aus dem Leben des geheimnisvollen Flaschengeistes. Darüber hinaus wird die Liebesgeschichte des ungleichen Mensch-Djinn-Paars – gespielt von Tilda Swinton und Idris Elba – durch die unterkühlen, distanzierten Persönlichkeiten hinter den Figuren stets aufgesetzt und nie wirklich plausibel. Was bleibt, ist ein faszinierender Film, der den Großteil seines Potenzials ungenutzt lässt.

Three Thousand Years of Longing ©Leonine Distribution

Fazit

Ein durchwachsener, aber durchaus interessanter Film!

Bewertung: 2.5 von 5.

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