Paranormal Activity: Next of Kin

Viel Lärm um nichts. So oder so ähnlich lässt sich das Konzept hinter der finanziell äußerst lukrativen Horrorfilm-Reihe „Paranormal Activity“ wohl am besten zusammenfassen. Dass sich das zwischenzeitlich sieben Filme umfassende Franchise so lange halten konnte, dürfte vor allem an den extrem niedrigen Produktionskosten liegen. So beläuft sich das Budget des ersten Teils gerade einmal auf um die 150.000 US-Dollar. Bei einem Einspielergebnis von fast 200 Mio. eine beachtliche Gewinnspanne. Bei solchen Zahlen ist die Qualität der Filme natürlich zweitrangig. Wer hätte gedacht, dass gerade „Paranormal Activity: Next of Kin“ das nun endlich ändert?

Paranormal Activity: Next of Kin ©Paramount Pictures

Handlung

Margot ist ohne ihre leiblichen Eltern aufgewachsen. Seit die junge Filmschaffende von ihrer Mutter als Baby vor einem Krankenhaus angelegt wurde, fragt sie sich, woher sie eigentlich kommt. Durch einen Gentest findet sie heraus, dass ihre Wurzeln in einer abgelegenen Amish-Gemeinschaft liegen. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Kameramann Chris und einer weiteren Person aus ihrem Filmteam macht sie sich auf den Weg in ihr Heimatdorf, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Doch das freudige Wiedersehen entwickelt sich schnell zum übernatürlichen Albtraum…

Paranormal Activity: Next of Kin ©Paramount Pictures

Kritik

Weg von krisseligen Aufnahmen statischer Überwachungskameras, hin zur dynamischen Handkamera in Hochglanzoptik. Mal abgesehen vom prestigeträchtigen Namen des Franchise, hat „Paranormal Activity: Next of Kin“ nur noch wenig mit der erfolgreichen Horror-Reihe gemeinsam. Stattdessen orientiert sich der zwischenzeitlich siebte Ableger inszenatorisch an klassischen Found-Footage-Horror a la „The Blair Witch Project“ – nur eben mit hübsch anzusehenden Bildern! Rein optisch macht die Fortsetzung mit ihren düsteren Bildern und den gestochen scharfen Aufnahmen inklusive Tiefenschärfe und Slow-Motion tatsächlich etwas her.

Paranormal Activity: Next of Kin ©Paramount Pictures

Wie so oft im Genre bringt das Found-Footage-Gimmick aber auch hier wieder einige Glaubwürdigkeitsprobleme mit sich. Das passt jedoch zu den im Mainstream-Horror tief verwurzelten Schwächen, die auch in „Paranormal Activity: Next of Kin“ Einzug erhalten. Der Plot ist generisch, die Figuren eindimensional und die Jump-Scares altbekannt. Dank der atmosphärischen Bilder und einem, sowohl die Spannung als auch den Spaß in die Höhe treibenden Schlussdrittel, hinterlässt der Horrorthriller alles in allem dann doch einen positiven Eindruck. In diesen letzten Minuten lässt „Paranormal Activity: Next of Kin“ seinen Franchise-Hintergrund dann komplett hinter sich und entwickelt sich stattdessen zu einem reißerischen Terrorfilm. Das ist dann zwar mehr „Rec“ als „Paranormal Activity“ – aber das ist auch gut so!

Paranormal Activity: Next of Kin ©Paramount Pictures

Fazit

Der beste Film der Reihe!

Bewertung: 3 von 5.

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