Willkommen im Land der Träume! Basierend auf dem Winsor McCays Comic „Little Nemo in Slumberland “, welcher bereits im Jahr 1989 in Form eines gleichnamigen Zeichentrickfilms eine filmische Adaption erhielt, erzählt „Constantin“-Regisseur Francis Lawrence eine berührende Fantasy-Geschichte für Jung und Alt – mit einem unglaublich gut aufgelegten Jason Momoa in seiner bisher verrückten Rolle!

Handlung
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters entdeckt die junge Nemo (Marlow Barkley) eine geheime Welt der Träume namens Slumberland. Dort trifft sie auf den exzentrischen Flip (Jason Momoa), der ihr hilft, durch diese magische Welt zu navigieren. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihren Vater wiederzufinden. Auf ihrer abenteuerlichen Reise durch Slumberland begegnen sie fantastischen Kreaturen und müssen zahlreiche Hindernisse überwinden, um ihre Mission zu erfüllen.

Kritik
Noch bevor „Slumberland“ die wundersame Welt der Träume erkundet, beeindruckt das fantasiereiche Abenteuer mit einer ansprechenden Kinematografie und einer überraschend berührenden Familiengeschichte, die sich auch später noch wie ein roter Faden durch den Plot ziehen soll. Unter der dicken CGI-Schicht der unterschiedlichen Traumszenarien verbirgt sich nämlich ein sensibles Drama über Verlust, Trauer und Selbstfindung, das im rührenden Finale schließlich seine volle Wirkung entfaltet. Warmherzig und einfühlsam – aber auch ziemlich unterhaltsam, schrill und komisch! „Slumberland“ meistert den Spagat zwischen geerdetem Familiendrama und Fantasy-Klamauk mit Bravour! Lawrence schickt seine beiden Hauptfiguren – und das Publikum gleich mit – auf eine fantasiereiche Reise mit ausgefallenen Kostümen und kreativen Ideen. Diese müssen sich, wie einst Leonardo Dicaprio in „Inception“, durch facettenreiche Traumwelten mogeln, um sich letztlich ihren eigenen Ängsten zu stellen.

Raus aus dem Ballsaal voller Schmetterlinge, rein in den Müllwagen! Auch wenn nicht jedes der bereisten Szenarien überzeugen kann und die Qualität der Spezialeffekte dabei häufig zwischen gut und mangelhaft auf und ab schwanken, macht „Slumberland“ visuell definitiv einiges her und hat somit nicht nur erzählerisch im direkten Vergleich zu den jüngsten Disney-Realverfilmungen die Nase weit vorne. Gerade auf der emotionalen Ebene erzeugt „Slumberland“ genau die Gefühle, die man eigentlich von den Geschichten des Mäusekonzerns erwarten würde. Das Beste jedoch kommt zum Schluss – und hört auf den Namen Jason Momoa! Der bärtige Hüne verkörpert den spitzbübischen Draufgänger mit einer diebischen Freude und legt dabei kurzerhand eine ikonische Performance an, die nicht selten an Johnny Depp in seiner Paraderolle als dauerbetrunkener Pirat Jack Sparrow erinnert. Diesen großen Vergleich muss Momoa aber keinesfalls scheuen. Der charismatische „Aquaman“-Darsteller blüht förmlich auf in seiner Rolle und bringt dabei viel von seiner eigenen Persönlichkeit mit ein. Trotz seiner unglaublichen Präsenz soll auch Marlow Barkley nicht unerwähnt bleiben. Die junge Darstellerin reißt die emotionalen Szenen des Films mühelos an sich und ist die perfekte Ergänzung zum überdrehten Spiel von Jason Momoa.

Fazit
Ein warmherziger Spaß mit viel Herz!
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