Beast – Jäger ohne Gnade

Lange Zeit ist es her, dass der gefährlichste Räuber der Savanne mit dem 1996 erschienen “Der Geist und die Dunkelheit“ einen würdigen Auftritt im Subgenre des Tierhorrors absolvierte. In Anbetracht dessen, dass diese Art Film vornehmlich mit schlechten Effekten und unterirdischen Darsteller*innen daherkommt und meist ohne großes Aufsehen im Sumpf unzähliger billiger Direct-to-DVD-Releases untergeht, vielleicht gar nicht die schlechteste Entwicklung. Mit “Beast – Jäger ohne Gnade” schaffte es der Löwe nun vor wenigen Wochen sogar zurück auf die große Leinwand. Das Ergebnis ist zwar nicht annähernd so revolutionär wie die jüngsten Rehabilitationen des eingestaubten Hai- und Alligator-Horrors mit “The Shallow” und “Crawl”, aber immerhin ein sehenswertes Comeback für den König der Savannen!

Beast – Jäger ohne Gnade ©Universal Pictures

Handlung

Dr. Nate Samuels (Idris Elba) reist mit seinen beiden Töchtern in ein abgelegenes Wildreservat in Südafrika, um nach dem Tod seiner Frau wieder näher zusammenzurücken. Dort treffen sie auf Martin Battles (Sharlto Copley), einen alten Freund und Wildhüter. Die idyllische Reise wird zum Albtraum, als sie von einem riesigen, rachsüchtigen Löwen gejagt werden. Gemeinsam müssen sie ums Überleben kämpfen und einen Weg finden, dem tödlichen Raubtier zu entkommen.

Beast – Jäger ohne Gnade ©Universal Pictures

Kritik

Idris Elba vs. Löwe! Als schnörkelloser Survival-Thriller mit tierischen Antagonisten verfolgt „Beast – Jäger ohne Gnade“ den klassischen Aufbau des Genres ohne nennenswerte Überraschungen. Dass sich Baltasar Kormákurs Film dann doch von den meisten anderen Vertreter des Tier-Horrors abhebt, hat diverse Gründe. Zum einen steht mit Idris Elba ein fähiger A-Liga-Darsteller mit dem nötigen schauspielerischen Talent im Zentrum der Geschichte, was sicherlich einen Bärenanteil – oder in diesem Fall eher einen Löwenanteil – ausmacht. Doch auch das täuschend echte CGI des animalischen Widersachers und die makellose Inszenierung – Kormákur arbeitet oft mit langen Kameraeinstellungen und versteht es geschickt Spannung zu generieren – sind maßgebliche daran beteiligt, dass „Beast – Jäger ohne Gnade“ letztlich doch gelingt.

Beast – Jäger ohne Gnade ©Universal Pictures

Logik und Tierhorror? Zwei Dinge, die sich beißen – davon bleibt selbst ein Klassiker wie „Der weiße Hai“ nicht verschont. Wer sich auf das Genre einlässt, muss sich mit der Prämisse arrangieren, dass von Natur aus instinktgetriebene Raubtiere wie kaltblütige Killer in einem Slasher agieren – da hilft es auch wenig, wenn immer wieder erklärt wird, dass sich ein Löwe so eigentlich nie verhalten würde. Wer das akzeptiert, wird mit einem größtenteils soliden Thriller belohnt, auch wenn „Beast – Jäger ohne Gnade“ die Spannung über die gesamte Laufzeit nicht immer aufrechterhalten kann.

Beast – Jäger ohne Gnade ©Universal Pictures

Fazit

Hochwertig produzierter Tierhorror!

Bewertung: 3 von 5.

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