Töchter

Vaterkomplexe, Sterbehilfe und Freundschaft! In Nana Neuls Verfilmung des gleichnamigen Romans „Töchter“ begeben sich zwei Freundinnen auf einen Roadtrip der Selbstfindung.

Töchter ©Warner Bros.

Handlung

Die beiden Frauen Martha und Betty verbindet nicht nur eine innige Freundschaft, sondern auch ein überaus angespanntes Verhältnis zu ihren Vätern. Natürlich steht Betty Martha zur Seite, als diese ihren sterbenskranken Vater Kurt in die Schweiz fährt, um ihm sein Gesuch nach Sterbehilfe zu erfüllen. Doch auf dem langen Roadtrip kommt es dann doch anders als erwartet…

Töchter ©Warner Bros.

Kritik

Planung ist alles. Das gilt natürlich auch für den bevorstehenden Urlaub – insbesondere beim Packen des Koffers. Eine Zahnbürste mag zwar essenziell sein, kann im Notfall aber auch noch vor Ort nachgekauft werden. Wer hingegen auf Insulin angewiesen ist, dürfte spätestens nach der ersten Essenspause an der Autobahnraststätte sein blaues Wunder erleben. Nun ist die Erkenntnis darüber, dass Nana Neul bei ihrer Adaption von Luy Frickes gleichnamigen Roman scheinbar vergessen hat, die wichtigsten Zutaten für ein unterhaltsames Roadmovie einzupacken, natürlich nicht mit einem medizinischen Notfall zu vergleichen, Spaß macht die Reise aber trotzdem nicht

Töchter ©Warner Bros.

Nana Neuls abenteuerlichem Trip durch die mediterranen Gefilde Südeuropas fehlt es leider an allem, was das Genre sonst so zu bieten hat. Große Emotionen sucht man ebenso vergeblich, wie humoristische Pointen. So laufen die ausladenden Dialoge meist ins Leere, während die behandelten Themen lediglich an der Oberfläche angekratzt werden. Das macht „Töchter“ zu einer zweistündigen Geduldsprobe, auch wenn die Tragikomödie von größeren, negativen Ausfällen verschont bleibt. Ein bisschen wie eine lange Autofahrt ohne Spotify – und dann geht auch noch das Radio kaputt. Aber wenigstens ist der Ausblick durch das Fenster ganz nett…

Töchter ©Warner Bros.

Fazit

Oberflächlich und zäh!

Bewertung: 2 von 5.

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